SymbolbildBild: Kurt Salzmann · CC BY 3.0
Der Arbeitskreis Gartenhallenbad in Aichtal hat Vorschläge gemacht, um die jährlichen Verluste des Hallenbads zu verringern. Seit Januar hat der Arbeitskreis elf Sitzungen abgehalten. Dabei waren Vertreter aus Gemeinderat, Stadt, DLRG und Förderverein dabei. Sie haben mindestens 178 Stunden ehrenamtlich gearbeitet. Sie sprachen auch mit Schulen, Nachbarkommunen, der Bäderleitung und dem Kämmerer. Das Ziel ist, das Defizit zu senken und den Weiterbetrieb des Bades zu sichern.
Das Defizit lag 2024 bei etwa 557.000 Euro. Der Arbeitskreis rechnete neu und berücksichtigte höhere Eintrittspreise. So kam er auf ein bereinigtes Defizit von rund 423.000 Euro. Weitere Einsparungen sind möglich. Schwimmschulen und Vereine könnten bisher freie Wasserzeiten nutzen. Acht zusätzliche Unterrichtseinheiten pro Woche könnten 31.000 Euro mehr Einnahmen bringen. Kasse und Kiosk könnten mit Automaten oder Ehrenamtlichen günstiger laufen. So könnten jährlich 87.000 Euro Kosten gespart werden. Auch die Badeaufsicht und Reinigung sollen anders organisiert werden. Wenn alle Maßnahmen wirken, könnte das Defizit auf 305.000 Euro sinken. Diese Zahl ist eine Modellrechnung, keine Garantie.
Die Stadt braucht eine Sanierung des Bades. Die Kosten sind grob auf 15 Millionen Euro geschätzt. Ein Gutachten soll im November genaue Zahlen liefern. Die Stadt bekam Zusagen für Fördermittel aus Bundes- und Landesprogrammen. Der Bundeszuschuss liegt bei 1,37 Millionen Euro. Das sind viel weniger als ursprünglich erhofft. Die Förderung deckt weniger als zehn Prozent der Kosten. Sie ist an Bedingungen gebunden. Zum Beispiel muss das Bad einen hohen Energiestandard erreichen. Das ist schwer mit dem jetzigen Gebäude. Das Landesprogramm könnte höchstens 2,68 Millionen Euro geben. Die Stadt muss also zwischen 6 und 14 Millionen Euro selbst zahlen. Die Förderungen dürfen nicht doppelt für dieselben Arbeiten genutzt werden. Die genaue Förderung steht noch nicht fest.
Im November liefert ein Fachbüro ein Gutachten. Es zeigt den Zustand des Bades und die notwendigen Sanierungen. Die Stadt kann dann besser planen. Der Gemeinderat entscheidet über die Sanierung und die Kosten. Die Vorschläge des Arbeitskreises und die Meinungen der Bürger fließen in die Entscheidung ein.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.