
Bild: Sebastian Martin Dicke · CC BY-SA 4.0
Aichtal
Neue Kita-Regeln und höhere Gebühren in Aichtal
Das Wichtigste
- Die Stadt Aichtal will die Kita-Satzung neu regeln und an aktuelle Empfehlungen anpassen.
- Elternbeiträge sollen in zwei Schritten um rund 4 bis 4,5 Prozent steigen.
- Die Satzung legt neue Regeln für Aufnahme, Krankheit und Verspätungen fest.
Was passiert ist
In der Sitzung des Gemeinderats von Aichtal am 29. Juli 2026 steht eine wichtige Entscheidung an. Die Verwaltung schlägt vor, die bestehende Kindergartenbenutzungs- und Gebührenordnung vollständig zu überarbeiten. Die neue Satzung soll ab dem 1. September 2026 gelten. Dabei wird das Benutzungsverhältnis rechtlich neu geregelt. Die Aufnahme eines Kindes erfolgt künftig nicht mehr per Vertrag, sondern per Verwaltungsbescheid. Außerdem sollen die Elternbeiträge steigen: Im September 2026 um 4,5 Prozent und im September 2027 um weitere 4 Prozent. Zum Beispiel kostet die Betreuung eines Kindes in Vollzeit dann statt 199 Euro im Monat 208 Euro. Die Stadt trägt weiterhin über 80 Prozent der Kosten. Weitere Änderungen betreffen Regeln zum Infektionsschutz, etwa dass Kinder erst 48 Stunden nach Krankheit wiederkommen dürfen. Auch Verspätungen bei der Abholung können künftig mit 30 Euro berechnet
Was spricht dafür?
- Die neue Satzung sorgt für mehr Rechtssicherheit bei der Aufnahme und Gebührenregelung.
- Die moderate Erhöhung der Elternbeiträge hilft, steigende Kosten zu finanzieren.
- Klare Regeln zum Infektionsschutz und zur Abholung schützen Kinder und Personal.
Was spricht dagegen?
- Die Gebühren steigen und belasten Familien zusätzlich.
- Die Umstellung auf Verwaltungsbescheide könnte den Verwaltungsaufwand erhöhen.
- Einige Regelungen, wie der Verspätungszuschlag, könnten als streng empfunden werden.


