SymbolbildBild: GeorgHH · Public domain
In Baden-Württemberg stellen 44 Unternehmen Anhänger, Sattelauflieger und Aufbauten her. Diese müssen seit Juli 2024 neue EU-CO₂-Regeln erfüllen. Die Regeln fordern weniger CO₂-Ausstoß bei Transportanhängern. Die Verordnung gilt seit dem 1. Juli 2024 und droht ab 2030 Strafzahlungen bei Nichteinhaltung.
Die Landesregierung hat keine genaue Zahl, wie viele Arbeitsplätze durch die CO₂-Regeln gefährdet sind. Insgesamt arbeiten rund 5.400 Menschen in dieser Branche in Baden-Württemberg. Die Firmen müssen Anhänger neu bauen oder umbauen, um die Vorgaben zu erfüllen. Das kann Kosten und bürokratischen Aufwand erhöhen. Strafzahlungen können ab 2030 für Unternehmen anfallen, die die Ziele nicht erreichen.
Die CO₂-Minderungsziele liegen bei minus 7,5 Prozent für Anhänger und minus 10 Prozent für Sattelauflieger bis 2030. Die Landesregierung hält diese Ziele technisch für machbar. Hersteller warnen aber, dass Umbauten die Ladekapazität verringern können. Dadurch könnten mehr Fahrten nötig sein, was mehr Verkehr und höhere CO₂-Emissionen verursachen kann. Die Regierung sieht das Risiko ebenfalls. Die Transportkosten könnten steigen und die Wettbewerbsfähigkeit der Logistikbranche beeinträchtigt werden.
Kritik am Berechnungsmodell
Das Berechnungsmodell VECTO-Trailer zur Messung der CO₂-Emissionen berücksichtigt laut Landesregierung die tatsächlichen Bedingungen im Güterverkehr nicht gut genug. Die Landesregierung fordert auf Bundes- und EU-Ebene eine Überarbeitung der Regeln. Sie will, dass nur wirklich beeinflussbare Emissionen bewertet werden und Strafzahlungen entfallen. Die Wirtschaftsministerkonferenz sprach sich im Juli 2026 für diese Änderungen aus.
Die Landesregierung unterstützt weiterhin die Klimaziele der EU, sieht aber Verbesserungsbedarf bei der Umsetzung der Verordnung für Anhänger und Sattelauflieger.
Die EU-Verordnung 2024/1610 verpflichtet Hersteller von Anhängern und Sattelaufliegern zu weniger CO₂-Ausstoß. Sie ergänzt frühere Regeln für schwere Nutzfahrzeuge. Das Ziel ist, den Klimaschutz im Transportverkehr zu verbessern. Hersteller müssen ihre Produkte so bauen, dass sie weniger CO₂ ausstoßen. Die Regeln berechnen den Ausstoß mit einem speziellen Simulationsprogramm namens VECTO. Strafen drohen, wenn die Ziele nicht erreicht werden. Solche Verordnungen sollen den Klimaschutz fördern, können aber auch Kosten und Herausforderungen für Unternehmen bringen.