Bild: Fridolin freudenfett (Peter Kuley) · CC BY-SA 3.0
Der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg droht ein Verlust von rund 46 Millionen Euro. Das Geld wurde zwischen 2019 und 2022 in Anleihen investiert, die mit Immobilienprojekten verbunden waren. Wegen Problemen am Immobilienmarkt und steigenden Zinsen ist das Geld nun gefährdet. Die Vereinigung musste bereits Abschreibungen vornehmen.
Laut Sozialministerium betrifft der drohende Verlust nicht die Honorare der Ärztinnen und Ärzte. Auch die Beiträge der Versicherten seien nicht betroffen. Das Geld stammt aus dem Verwaltungshaushalt der Vereinigung, nicht aus dem Topf für ärztliche Leistungen. Die Verluste werden durch Rücklagen ausgeglichen.
Die Kassenärztliche Vereinigung hat außerdem die Öffnungszeiten einiger Notfallpraxen verkürzt. Das Ministerium sieht aber keinen Zusammenhang zwischen den Kürzungen und dem drohenden Geldverlust. Die Versorgung der Patienten soll weiter gesichert sein. Die Landesregierung prüft, ob die Regeln für Geldanlagen verschärft werden müssen, um solche Verluste künftig zu vermeiden.