SymbolbildBild: qwesy qwesy · CC BY 3.0
Mikroplastik ist in allen großen Flüssen und im Bodensee in Baden-Württemberg nachweisbar. Das hat das Umweltministerium jetzt bestätigt. Die winzigen Plastikteilchen wurden an allen Messstellen in Oberflächengewässern gefunden. Besonders häufig sind sie in Flüssen wie Rhein, Neckar und Donau. Die meisten Partikel stammen von Kunststoffen wie Polyethylen und Polypropylen, die oft in Verpackungen stecken.
Im Grundwasser und im aufbereiteten Trinkwasser wurden bisher kaum Mikroplastik-Teilchen gefunden. Die Messwerte liegen meist unter der Nachweisgrenze. Das Ministerium erklärt, dass die üblichen Filter in Wasserwerken Mikroplastik gut zurückhalten. Auch die Weltgesundheitsorganisation sieht im Trinkwasser aktuell kein großes Risiko.
Die Folgen für die Umwelt sind aber spürbar. Mikroplastik kann sich in Tieren anreichern und schädliche Stoffe anziehen. Für den Menschen sind die gesundheitlichen Auswirkungen laut Behörden noch nicht abschließend geklärt. Die Forschung dazu läuft weiter. Das Ministerium sieht derzeit keinen Anlass, das Thema Mikroplastik in die langfristige Wasserstrategie des Landes aufzunehmen.