SymbolbildBild: Kreuzschnabel · CC BY-SA 3.0
Das Kultusministerium in Baden-Württemberg ändert Regeln für Prüfungen an beruflichen Schulen. Die neuen Regeln gelten ab dem 8. September 2026 für ganz Baden-Württemberg. Prüflinge müssen ihre Techniker- und Gestalterarbeiten jetzt mit einer Präsentation vorstellen. Danach folgt ein Fachgespräch. In diesem Gespräch prüfen Lehrer, ob die Prüflinge das Thema gut verstanden haben und das Wissen auf andere Bereiche anwenden können. Auch Internetquellen und Programme mit künstlicher Intelligenz dürfen bei der Arbeit genutzt werden. Die Zuständigkeit für Prüfungen liegt nun bei der oberen Schulaufsichtsbehörde. Diese ersetzt die bisherige Bezeichnung "Oberschulamt". Die Schulaufsichtsbehörde kann auch Stützpunktschulen für bestimmte Lerngruppen einrichten. Am Beruflichen Gymnasium wird die Bewertung des Seminarkurses angepasst. Sie besteht aus Jahresleistung, Dokumentation, Kolloquium und möglichen besonderen Lernleistungen wie Praktika oder gesellschaftlichem Engagement. Im Fach Englisch an Berufsoberschulen ergänzt eine Kommunikationsprüfung die schriftliche Prüfung. Diese Prüfung dauert etwa 15 Minuten und wird von zwei Lehrkräften abgenommen. Die Prüfungszeit und Notengewichtung sind genau festgelegt. Auch an Berufskollegs für Design gibt es Änderungen. So werden Fächer neu benannt und die Stundentafeln angepasst. Die Bearbeitungszeit für Gestaltungsarbeiten ist je Bildungsgang auf bis zu 200 Minuten festgelegt.
Verordnung ändert bestehende Schulregeln für berufliche Schulen in Baden-Württemberg. Die obere Schulaufsichtsbehörde ist eine Landesbehörde, die Schulen und Prüfungen überwacht. Prüfungen bestehen oft aus mehreren Teilen wie schriftlichen Arbeiten, Präsentationen und Gesprächen. Die neuen Regeln sollen die Prüfungen praxisnäher machen und moderne Medien einbeziehen. Die Kommunikationsprüfung im Fach Englisch soll die Sprachpraxis besser abbilden. Berufliche Schulen bereiten auf technische und gestalterische Berufe vor. Die Verordnung gilt für alle beruflichen Schulen im Bundesland.