SymbolbildBild: Arnstein Staverløkk · CC BY-SA 4.0
Baden-Württemberg setzt verstärkt auf das Management der Großen Drüsenameise (Tapinoma magnum). Die Ausbreitung dieser Ameisenart betrifft vor allem den südlichen Oberrheingraben. Kommunen und Bürgerinnen und Bürger sind vor Ort für die Bekämpfung verantwortlich. Die Landesregierung hat keine genauen Zahlen zu den Kosten der Maßnahmen in den Kommunen.
Die Wirksamkeit der Bekämpfung kann durch systematisches Vorher-/Nachher-Monitoring erfasst werden. Kartierungen helfen dabei, den Ameisenbestand zu dokumentieren. Das Monitoring muss nach einheitlichen Standards erfolgen. Die Aktivität der Ameisen hängt stark vom Wetter ab. Eine gemeinsame Nutzung von Spezialgeräten durch mehrere Kommunen ist möglich, aber es gibt keine genauen Informationen dazu. Die Bekämpfung mit Heißwassergeräten konzentriert sich auf die Frühjahrsmonate, was zeitliche Engpässe verursachen könnte.
Mehrere Baumärkte und Gartencenter in Baden-Württemberg sind von der Großen Drüsenameise befallen. Es gibt aber keine genaue Erfassung, wie oft die Ameisen in der Nähe von Pflanzenhandelsbetrieben vorkommen. Es gibt kein praktisches Verfahren, um Pflanzen vor dem Verkauf auf Ameisenbefall zu prüfen. Auch gesetzliche Grundlagen für Kontrollen fehlen. Bei einem Befall sollten Pflanzen oder Erde nicht an andere Orte gebracht werden. So lässt sich eine weitere Ausbreitung vermeiden. Rechtlich gibt es keine spezielle Grundlage für eine gemeinsame Bekämpfung auf Grundstücken verschiedener Eigentümer. Die Koordination der Maßnahmen auf öffentlichen und privaten Flächen ist schwierig, weil es keine systematischen Erkenntnisse zu Hindernissen gibt.
Verdachtsmeldungen werden vom Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart und Karlsruhe geprüft. Die Mitarbeit erfolgt oft ehrenamtlich. Es gibt eine Meldeplattform, auf der die Daten gesammelt und kartografisch dargestellt werden. Die Landesregierung diskutiert, wie sinnvoll eine Fortführung dieses einheitlichen Meldesystems ist, angesichts der weiteren Ausbreitung der Ameise.
Die Große Drüsenameise breitet sich in Baden-Württemberg weiter aus und bildet oft große Verbände, sogenannte Superkolonien. Diese können sich über mehrere Grundstücke erstrecken und sind schwer zu bekämpfen. Die Bekämpfung erfordert viel Aufwand und eine gute Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Grundstückseigentümern. Die Meldeplattform sammelt Daten zu Vorkommen und hilft bei der Koordination der Maßnahmen. Monitoring bedeutet, dass der Bestand regelmäßig kontrolliert wird, um die Wirksamkeit der Bekämpfung zu überprüfen.
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