SymbolbildBild: Der X an alle Rahm · CC BY-SA 4.0
Das Land Baden-Württemberg hat eine Anfrage zum privaten Laden von E-Autos in Wohnnähe beantwortet. Die Landesregierung nennt keine genauen Zahlen zu privaten Ladepunkten. Die Antwort stammt vom Verkehrsministerium und wurde im Oktober 2026 veröffentlicht.
Private Elektroautos laden meist an Wallboxen. Solche Ladeeinrichtungen stehen an Stellplätzen an Häusern oder in Garagen. Es gibt auch Ladepunkte auf Firmenflächen für bestimmte Nutzer. Die Landesregierung weiß aber nicht, wie viele private Ladepunkte es insgesamt gibt. Auch über private Ladepunkte, die als öffentlich anerkannt sind, liegen keine Daten vor.
Ein Teil der E-Auto-Besitzer hat keinen eigenen Stellplatz. Diese Menschen können einen Stellplatz mieten oder an öffentlichen Säulen laden. Öffentliche Ladesäulen können günstiger sein als eine eigene Wallbox. Manche teilen sich privat eine Wallbox über Internetportale.
Das Verlegen von Ladekabeln über Gehwege ist in Baden-Württemberg eine „Sondernutzung“. Die Gemeinden entscheiden, ob sie das erlauben. Sie müssen dabei auf die Sicherheit und Barrierefreiheit achten. Kabel können zu Stolperfallen werden und Menschen mit Behinderungen behindern. Es gibt keine festen Regeln, sondern eine Einzelfallprüfung.
Die Landesregierung hat keine Daten darüber, wie viele Sondernutzungserlaubnisse es für das Laden auf öffentlichen Parkplätzen gibt.
Es gibt technische Ideen, wie Ladekabel sicher über Gehwege geführt werden können. Einige Länder in Europa testen solche Lösungen. Zum Beispiel gibt es Kabelkanäle im Gehweg, die das Kabel aufnehmen und nach dem Laden entfernen. Andere Systeme führen das Kabel unter dem Gehweg oder nutzen ausfahrbare Ladearme. Diese sollen sicherstellen, dass Gehwege frei und barrierefrei bleiben.
Ob solche Lösungen in Baden-Württemberg erlaubt werden, entscheiden die Kommunen selbst. Die Technik für öffentlich zugängliche Ladepunkte ist schon weit entwickelt. Die EU hat Mindeststandards für Bezahlung und Zugang festgelegt. Betreiber können zusätzlich den Komfort für Nutzer verbessern.
Die Anfrage entstand, weil immer mehr Menschen E-Autos nutzen. Viele brauchen zuhause eine Möglichkeit zum Laden. Manche haben keinen eigenen Stellplatz und sind auf öffentliche oder private Lösungen angewiesen. Die Landesregierung sammelt derzeit mehr Daten zur privaten Ladeinfrastruktur. Das Laden von E-Autos an privaten Wallboxen ist üblich. Die Erlaubnis für das Verlegen von Kabeln auf Gehwegen hängt von der Gemeinde ab. Technische Lösungen sollen das Laden im öffentlichen Raum sicherer und einfacher machen. Die EU regelt Standards, damit Ladepunkte gut funktionieren und für alle zugänglich sind.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.