SymbolbildBild: Playcatts · CC0
Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt rund 3 600 hitzebedingte Todesfälle im Sommer 2026 in Baden-Württemberg. Die Zahl stammt aus dem Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität für die Kalenderwoche 33 im August 2026. Die Landesregierung hat selbst keine eigenen Zahlen zu Hitzetoten erhoben.
Das RKI kombiniert Sterbedaten vom Statistischen Bundesamt mit Wetterdaten vom Deutschen Wetterdienst. So erkennt das Institut zusätzliche Todesfälle, die durch Hitze verursacht wurden. Die Gesamtmortalität berücksichtigt auch die COVID-19-Todesfälle, die abgezogen werden. Die Methode ist öffentlich einsehbar.
Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg veröffentlicht Todesursachen auf Landkreis-Ebene. Allerdings zeigt die Statistik nur wenige Fälle, bei denen Hitze als Todesursache angegeben ist. Hitze führt oft zusammen mit anderen Krankheiten zum Tod. Deshalb ist die Statistik nicht geeignet, die hitzebedingte Übersterblichkeit genau zu messen.
Im Zeitraum vom 6. März bis 16. August 2026 starben in Baden-Württemberg etwa 52 600 Menschen. Die erwartete Zahl lag bei knapp 49 600. Es gab damit eine Übersterblichkeit von rund 3 000 Fällen in diesem Zeitraum.
Die Landesregierung hat keine regionalen Daten zu hitzebedingten Todesfällen, zum Beispiel für den Rhein-Neckar-Raum. Die Schätzungen des RKI liegen nur für Bundesländer vor.
Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit hat im Juli 2026 eine Taskforce eingerichtet. Diese vernetzt Hitzeschutzaktivitäten und informiert die Bevölkerung. Die Taskforce untersucht auch die Lage in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Daraus sollen Maßnahmen und Hitzeschutzpläne entstehen. Es gibt ein Förderprogramm für Gesundheitsämter mit rund 5 Millionen Euro.
Hitze wird in der Klimaanpassungsstrategie Baden-Württembergs behandelt. Hitzepläne sollen auf kommunaler Ebene und in Einrichtungen entstehen. Das Klimagesetz Baden-Württemberg regelt seit August 2025 den Umgang mit den Klimafolgen.
Die Landesregierung führt keine eigene Erfassung der hitzebedingten Todesfälle durch. Die Schätzung des RKI basiert auf statistischen Methoden, die Sterbedaten und Wetterdaten verbinden. Hitze kann Todesursachen verschleiern, weil sie oft zusammen mit anderen Krankheiten wirkt. Eine Taskforce koordiniert den Hitzeschutz im Land. Kommunale Pläne und Förderungen sollen die Folgen der Hitze mindern. Das Klimagesetz gibt den rechtlichen Rahmen für den Schutz vor Klimafolgen vor.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.