SymbolbildBild: KG-Stuttgart · CC BY-SA 3.0
Baden-Württemberg setzt in seinen Schulen das digitale System SCHULE@BW ein. Im September 2026 nutzen rund 2800 Schulen mit etwa 870 000 Personen diese Plattform. Davon sind rund 100 000 Lehrkräfte. SCHULE@BW verbindet verschiedene digitale Bausteine für den Schulalltag.
Das Kultusministerium stellt zwei KI-Anwendungen bereit. F13 ist ein offenes System mit zwei Sprachmodellen. Eines kommt aus der Schweiz und das andere von Open AI. Diese helfen bei der Text- und Bildgenerierung. Ein weiteres Angebot ist AIS.chat. Es nutzt acht verschiedene Sprachmodelle und unterstützt Lehrkräfte und Schüler im Unterricht. AIS.chat bietet Funktionen wie Assistenten für Aufgaben, Lernszenarien und Dialogpartner. Einige Schulen nutzen auch bettermarks, ein KI-gestütztes Lernsystem ohne Sprachmodell.
Das Ministerium sammelt Rückmeldungen der Schulen nicht systematisch. Es steht aber im Austausch mit Lehrkräften und Fortbildenden. Die Rückmeldungen beziehen sich auf einzelne Anwendungen. KI verändert auch die Prüfungen. Aufgaben sollen Eigenleistung zeigen und KI-Nutzung einbeziehen. Dafür passt das Ministerium Prüfungsregeln an und baut Fortbildungen aus.
Seit dem Schuljahr 2026/2027 gibt es das Fach Informatik und Medienbildung für die Klassen 5 bis 7. Der Fachplan wird bis 2027/2028 neu gestaltet. Lehrkräfte erhalten zwei Fortbildungsangebote, die praxisnahe Impulse und Online-Kurse bieten.
Das Kultusministerium prüft KI-Modelle vor dem Einsatz auf Qualität und pädagogischen Wert. Die Auswahl der Sprachmodelle für AIS.chat trifft das Institut FWU. Das Ministerium beobachtet die Debatte zur digitalen Souveränität bei KI genau. Die Nutzung nicht-europäischer Modelle wird im Unterricht nicht erfasst. Lehrkräfte können den Unterrichtsassistenten im System F13 nutzen, der Unterrichtsideen nach Bildungsplänen generiert.
Das Ministerium führt derzeit keine Gespräche mit weiteren europäischen KI-Anbietern für SCHULE@BW. Um Lehrkräfte flächendeckend zu schulen, wurde 2024 das KI-Zentrum Schule gegründet. Es ist Anlaufstelle für KI in der Bildung. Das Zentrum organisiert Fortbildungen, vernetzt Praxis, Wissenschaft und Wirtschaft und begleitet Pilotprojekte. Im Schuljahr 2025/2026 nahmen 898 Lehrkräfte an KI-Fortbildungen teil.
Die Kleine Anfrage fragt nach dem Einsatz von KI in Baden-Württembergs schulischem Digitalangebot SCHULE@BW. Das Ministerium erklärt, welche KI-Modelle genutzt werden und wie die Schulen darauf reagieren. Es zeigt auch, wie die Lehrerfortbildung zu KI verbessert wird.
SCHULE@BW ist eine digitale Plattform für Schulen. Künstliche Intelligenz (KI) hilft dort, Unterricht zu planen und Lerninhalte zu erstellen. Europäische Modelle sollen bevorzugt werden, um Datenschutz und digitale Souveränität zu sichern. Lehrkräfte brauchen Fortbildungen, um KI sinnvoll zu nutzen. Das KI-Zentrum unterstützt sie dabei.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.