SymbolbildBild: Tuxyso · CC BY-SA 3.0
Baden-Württemberg verwaltet aktuell 3.263 Brücken auf Landesstraßen. Zusätzlich betreut das Land 4.021 Brücken auf Bundesstraßen im Auftrag des Bundes. Diese Zahlen gelten zum Stichtag 1. Juni 2026.
Von allen Brücken haben 414 eine Zustandsnote von 3,0 bis 4,0 oder einen Traglastindex IV oder schlechter. Das betrifft 215 Landesbrücken und 199 Bundesbrücken. 101 Brücken weisen sowohl schlechte Zustandsnoten als auch einen schlechten Traglastindex auf. Rund 90 Brücken haben aktuell Verkehrsbeschränkungen, etwa Last- oder Geschwindigkeitsbegrenzungen. Diese Einschränkungen betreffen meist Brücken mit besonders gefährdetem Spannstahl.
Zurzeit sind 56 Sanierungsprojekte für Brücken in Baden-Württemberg in Umsetzung. Dabei geht es um Maßnahmen mit einem Kostenvolumen ab 300.000 Euro. Beispiele sind Ersatzneubauten und Instandsetzungen an Brücken entlang wichtiger Straßen wie der B10, B19, B35 und L126. Das Verkehrsministerium plant bis 2030 die Modernisierung von rund 180 Brücken im Landes- und Bundesstraßennetz.
Die Zustandsnoten der Brücken haben sich in den letzten Jahren leicht verschlechtert. Der Anteil der Brücken in sehr gutem oder gutem Zustand ist gesunken. Die meisten Brücken befinden sich im befriedigenden bis ausreichenden Zustand. Die Zustandsnoten zeigen nur an, ob Handlungsbedarf besteht. Sie sagen nicht aus, wie belastbar eine Brücke genau ist.
Die Antwort stammt aus dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg. Das Ministerium prüft Brücken alle sechs Jahre und bewertet sie nach festen Noten. Diese Noten helfen bei der Planung von Reparaturen und Neubauten. Brücken sind wichtig für den Verkehr und die Wirtschaft. Einschränkungen an Brücken können zu Umwegen und längeren Fahrzeiten führen. Die Sanierung und der Neubau von Brücken sind komplexe Prozesse, die Zeit und Geld benötigen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.