Bild: 4028mdk09 · CC BY-SA 3.0
Baden-Württemberg verliert bis Ende 2025 insgesamt 44.300 Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe. Das sind 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Statistische Landesamt hat die Zahlen aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit ausgewertet. Im Südwesten arbeiten rund 1,31 Millionen Menschen in der Industrie. Sie machen mehr als ein Viertel aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten aus.
Starke Verluste gibt es vor allem in fünf Branchen. Die Autoindustrie streicht 12.000 Stellen. Das sind 5,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Auch der Maschinenbau baut 9.100 Arbeitsplätze ab. Das sind 3,1 Prozent weniger. Die Metallherstellung verliert 6.300 Jobs. In der Produktion von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Produkten sinkt die Zahl der Arbeitsplätze um 4.500. Die Herstellung von elektrischen Geräten schrumpft um 3.700 Stellen. Diese fünf Bereiche sind für 80 Prozent des Stellenabbaus verantwortlich.
Andere Branchen wie die Pharmaindustrie oder der Fahrzeugbau schaffen zusammen nur 1.500 neue Arbeitsplätze. Insgesamt sinkt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Baden-Württemberg um 5.800 Menschen. Das entspricht einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent. Die Industrie baut seit der Corona-Pandemie im Jahr 2020 kontinuierlich Stellen ab. Im Fahrzeug- und Maschinenbau geht der Verlust seit Anfang 2024 stärker voran.
Die Zahlen stammen vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg und zeigen die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Südwesten. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind Menschen mit einem festen Job, bei dem Beiträge zur Sozialversicherung gezahlt werden. Der Abbau von Industriearbeitsplätzen kann für die Betroffenen den Verlust ihrer Arbeit bedeuten. Für die Region kann das wirtschaftliche Folgen haben, wenn weniger Menschen in Industriejobs arbeiten. Neue Jobs im Dienstleistungsbereich können den Verlust nicht vollständig ausgleichen. Der Wandel auf dem Arbeitsmarkt ist oft mit Umstellungen für Arbeitnehmer verbunden.