Bild: 4028mdk09 · CC BY-SA 3.0
Baukosten für neue Wohngebäude in Baden-Württemberg steigen seit 2020 kontinuierlich. Im ersten Quartal 2026 lagen die Preise um 4,1 Prozent höher als im Vorjahr. Die Landesregierung nennt keine genauen Zahlen zu einzelnen Kostenarten wie Rohstoffe, Löhne oder Energie. Daten dazu sind nicht verfügbar.
Die Dauer der Bearbeitung von Bauanträgen ist nicht landesweit erfasst. Es gibt keine Statistiken zu Wartezeiten oder Genehmigungszeiten für Wohngebäude. Auch die Zahl der offenen Bauanträge zum Stichtag 31. März 2026 ist nicht bekannt. Eine umfassende Erhebung sei zu aufwendig, heißt es.
Regelungen der Landesbauordnung und neue Gesetze beeinflussen Baukosten und Genehmigungszeiten. Die 2025 eingeführte Bauordnungs-Novelle soll Verfahren beschleunigen. Die Pflicht zur elektronischen Antragstellung über das Virtuelle Bauamt Baden-Württemberg hilft dabei. Energiestandards erhöhen Baukosten, bringen aber langfristig Einsparungen durch niedrigere Verbrauchskosten. Dämmung verbessert den Wohnkomfort und den Wert von Gebäuden.
Im bundesweiten Vergleich gingen die veranschlagten Baukosten für Wohngebäude seit 2020 zurück. Das liegt auch daran, dass weniger neue Wohnungen gebaut wurden. Die amtliche Statistik erfasst keine Daten zur Dauer von Baugenehmigungsverfahren.
Die Landesregierung sieht die Reformen zum schnelleren Bauen positiv. Sie erwarten, dass die neuen Regeln die Bearbeitung von Bauanträgen erleichtern und beschleunigen. Weitere Maßnahmen zur Senkung der Baukosten oder zur Beschleunigung von Genehmigungen plant die Regierung derzeit nicht im Detail.
Die Baupreise geben an, wie teuer es ist, ein neues Wohngebäude zu bauen. Sie setzen sich aus Materialkosten, Löhnen, Energie und Transport zusammen. Steigen diese Preise, wird Bauen teurer. Genehmigungsverfahren sind nötig, bevor gebaut werden darf. Sie prüfen, ob alles den Regeln entspricht. Neue Gesetze können diese Verfahren schneller oder langsamer machen. Elektronische Antragstellung soll Abläufe vereinfachen und beschleunigen.