SymbolbildBild: Wikitarisch · CC BY-SA 4.0
CDU-Abgeordnete im Landtag von Baden-Württemberg fordern mehr Kosteneffizienz beim Wohnungsneubau. Sie wollen wissen, welche Faktoren die Baukosten am meisten beeinflussen. Die Abgeordneten verlangen, dass bei geförderten Bauprojekten verbindliche Werkzeuge zur Wirtschaftlichkeitsprüfung eingeführt werden. Sie setzen sich für eine stärkere Ausrichtung der Bauqualität auf Wirtschaftlichkeit und Nutzerbedarf ein. Zudem fordern sie professionelle Projektsteuerung bei komplexen Bauvorhaben. Die CDU will, dass digitale Planungsmethoden wie Building Information Modeling (BIM) zum Standard werden. Sie fragen auch, wie Kostensteigerungen durch Planungsänderungen und Bauverzögerungen vermieden werden können. Die Landesregierung soll zudem berichten, welche weiteren Maßnahmen sie plant, um bezahlbaren Wohnraum zu fördern.
Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen antwortet, dass die Baukosten vor allem durch die Bauleistungen am Bauwerk bestimmt werden. Diese machen rund 80 Prozent der Herstellungskosten aus. Baunebenkosten spielen eine geringere Rolle mit etwa 12 Prozent. Die Preise für Bauleistungen sind seit 2015 um 66 Prozent gestiegen. Die Landesregierung sieht die Herausforderungen bei Lieferketten und Energiepreisen. Sie arbeitet an Lösungen, um die Kosteneffizienz zu verbessern. Dabei sollen auch digitale Planungsmethoden stärker genutzt werden. Die Landesregierung betont, dass sie die Fragen der CDU genau prüft und Maßnahmen für bezahlbaren Wohnraum unterstützt.
Schon im September 2026 ging es um die Digitalisierung von Anträgen im Wohnungsbau in Baden-Württemberg. Seit Dezember 2025 sind Anträge für Wohnraumförderung online möglich. Kommunen können Förderanträge ebenfalls digital bearbeiten.
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