SymbolbildBild: Willy Pragher · CC BY 4.0
Viele kleine und mittlere Unternehmen in Baden-Württemberg könnten wegen der neuen EU-Verpackungsverordnung ihren Versand in andere EU-Länder einschränken oder ganz einstellen. Das ergibt sich aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage im Landtag. Daten über genaue Zahlen gibt es jedoch nicht.
Neue Pflichten und Kosten für Firmen Die EU-Verpackungsverordnung verlangt von Firmen, in jedem EU-Land einen Bevollmächtigten zu benennen und sich an nationalen Recyclingsystemen zu beteiligen. Das verursacht hohen bürokratischen Aufwand. Kleine Firmen müssen oft Dienstleister beauftragen und viel Zeit investieren. Die Kosten reichen von einigen Tausend Euro für Kleinstunternehmen bis zu mehreren Millionen Euro für große Firmen.
Wettbewerb wird für kleine Firmen schwieriger Kleine und mittlere Unternehmen könnten im Vergleich zu großen Firmen Nachteile bekommen. Große Unternehmen haben meist mehr Ressourcen, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Kleine Firmen könnten daher gezwungen sein, ihre Versandaktivitäten ins Ausland zu reduzieren oder ganz aufzugeben. Das kann auch die Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten erhöhen.
Die Verordnung kann dazu führen, dass viele kleine Betriebe weniger in andere EU-Länder liefern. Einige Handwerksbetriebe überlegen, den Versand komplett einzustellen. Das kann Lieferketten verändern und die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöhen. Große Firmen sind von diesen Problemen weniger betroffen.
Die EU-Verpackungsverordnung soll mehr Recycling fördern und Verpackungen umweltfreundlicher machen. Sie verpflichtet Unternehmen, ihre Verpackungen zu registrieren und an lokalen Recyclingsystemen teilzunehmen. Die Regeln gelten für alle Unternehmen in der EU. Kleine Unternehmen müssen oft höhere Kosten und Aufwand im Verhältnis zu ihrem Umsatz tragen. Daher können sie vor größeren Herausforderungen stehen als große Firmen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.