SymbolbildBild: w41di290 · CC BY 3.0
Glasfaserausbau im Kochertal verzögert sich deutlich. Die Deutsche GigaNetz GmbH hat den Ausbau in Künzelsau, Ingelfingen, Forchtenberg, Niedernhall und Weißbach Ende März 2026 gestoppt. Die betroffenen Haushalte und Betriebe müssen laut Firmenangaben mindestens bis 2028 auf schnelles Internet warten.
Die Landesregierung erfuhr von dem Ausstieg durch Medienberichte. Die Stadt Künzelsau verhandelt nun mit der Deutschen Telekom AG über eine mögliche Übernahme der Ausbaugebiete. Die Telekom plant Gespräche über Gebiete außerhalb der Kernstadt und des Stadtteils Taläcker. Konkrete Zusagen oder Zeitpläne liegen bisher nicht vor. Auch Bedingungen der Telekom für eine Versorgung sind nicht bekannt.
Derzeit gibt es keinen verbindlichen Plan für den Glasfaserausbau in den betroffenen Kommunen. Die Landesregierung weist darauf hin, dass solche Breitbandprojekte im ländlichen Raum bis zu sieben Jahre dauern können. Die Unsicherheit trifft vor allem kleine Städte mit mittelständischen Unternehmen, die auf schnelles Internet angewiesen sind.
Die Landesregierung sieht den Rückzug der GigaNetz GmbH als Teil einer bundesweiten Entwicklung. Gründe sind hohe Baukosten, Fachkräftemangel, geringe Nachfrage und gestiegene Zinsen. Diese Faktoren verzögern oder stoppen private Ausbauprojekte oft. Staatliche Förderungen sind nur möglich, wenn keine privaten Anbieter den Ausbau übernehmen.
Das Land unterstützt die Kommunen dennoch finanziell und administrativ. Seit 2016 flossen 7,37 Milliarden Euro für fast 3.800 Projekte. Für 2026 stehen rund 454 Millionen Euro bereit. Die Landesregierung hilft bei Förderanträgen und arbeitet mit verschiedenen Partnern zusammen, um den Ausbau voranzubringen.
Die Landesregierung ist für die Förderung der Breitbandversorgung zuständig. Private Firmen übernehmen meist den Ausbau. Wenn Firmen abspringen, können Kommunen Fördergelder beantragen. Ein Glasfaserausbau bedeutet, dass Internetleitungen mit sehr schneller Datenübertragung verlegt werden. Solche Projekte dauern oft mehrere Jahre und sind besonders im ländlichen Raum schwierig wegen der Kosten und der Infrastruktur.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.