Der Hitzesommer 2026 hat in Baden-Württemberg große Schäden in der Landwirtschaft verursacht. Besonders betroffen sind Getreide, Mais, Obst, Beeren und Gemüse. Die Erträge liegen oft deutlich unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Viele Bauern berichten von bis zu 15 Prozent weniger Getreide als im Vorjahr. Auch die Qualität leidet: Die Körner sind kleiner, manche Sorten haben weniger Gewicht oder sind schlecht sortiert. Besonders der Winterweizen ist stark betroffen. Bei Hafer, Sommergerste und Ackerbohnen gab es sogar noch größere Verluste.
Im Obst- und Gemüsebau gibt es viele kleine Früchte und Schäden durch Sonnenbrand. Die Ernte von Erdbeeren und Beeren fiel um rund 15 Prozent geringer aus. Im Gemüsebau stoppten viele Pflanzen wegen der Hitze das Wachstum. Auch bei Spargel und Wein gibt es weniger Ertrag. Die Bauern müssen mehr bewässern, doch vielerorts ist das Wasser knapp.
Die Futterknappheit trifft vor allem Milchviehbetriebe hart. Viele Bauern müssen schon jetzt Wintervorräte verfüttern oder teures Futter zukaufen. Die Kosten steigen, während die Einnahmen sinken. Das Land hat Hilfen angekündigt, etwa Zuschüsse für Futterzukauf und steuerliche Erleichterungen. Trotzdem bleibt die Lage für viele Betriebe angespannt.