Bild: Ralph.schneider · CC BY-SA 3.0
In Baden-Württemberg stapeln sich die Strafverfahren: Von 2020 bis 2025 gab es jährlich bis zu über 80.000 offene Fälle bei den Staatsanwaltschaften. Trotz dieser enormen Arbeitslast mussten nur elf Tatverdächtige wegen verpasster Fristen aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Alle galten als dringend tatverdächtig – schwere Vorwürfe wie versuchter Mord oder schwere Körperverletzung waren darunter. Die Justiz sieht die Fehler als Einzelfälle, nicht als Systemproblem. Personalmangel wird offiziell kaum als Ursache genannt, die meisten Stellen sind besetzt. Die Landesregierung sieht deshalb keinen Handlungsbedarf. Für viele Bürger überraschend: Trotz hoher Belastung bleibt die Justiz in Baden-Württemberg handlungsfähig – zumindest was Fristen und Haft betrifft.
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