SymbolbildBild: Sitacuisses · CC BY-SA 3.0 de
Baden-Württemberg muss in Zukunft wahrscheinlich deutlich mehr für den Zugverkehr bezahlen. Grund dafür ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Es hebt eine bisherige Preisbremse für die Nutzung von Zugstrecken auf. Das Land rechnet damit, dass es pro Jahr rund 60 bis 70 Millionen Euro zusätzlich zahlen muss. Das Geld fehlt dann für andere Aufgaben im Nahverkehr.
Noch ist nicht klar, ob wegen der höheren Kosten Zugverbindungen gestrichen werden müssen. Das Verkehrsministerium will das möglichst vermeiden. Es fordert vom Bund mehr Geld, damit das Zugangebot nicht kleiner wird. Ob das Land eigene Mittel zuschießt, ist noch offen. Die Entscheidung darüber trifft der Landtag.
Auch für den Fernverkehr gibt es Unsicherheiten. Die Bundesregierung hat eine Förderung gestrichen, weil die Preise für Fernzüge durch das Urteil sinken. Wie die Bahn darauf reagiert, weiß das Land noch nicht.