Baden-Württemberg unterstützt ein Projekt zum digitalen Gebäudematerialkataster. Dieses Projekt hilft, die Materialien in Gebäuden besser zu erfassen. Die Förderung läuft im Rahmen des Strategiedialogs Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen (SDB).
Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus sowie das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen sind an der Förderung beteiligt. Die Madaster Germany GmbH mit Partnern entwickelt ein digitales Tool. Mit wenigen Angaben zu einem Gebäude entsteht eine genaue Übersicht über die Baumaterialien.
Der Wohnungsmarkt in Baden-Württemberg leidet unter mehreren Problemen. Die Geburtenzahlen in Deutschland sind auf dem niedrigsten Stand seit 1946. 2025 gab es mehr Sterbefälle als Geburten. Zudem wandern viele Bundesbürger ab. Diese Faktoren verschärfen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum.
Der Strategiedialog SDB will den Wohnungsbau günstiger und nachhaltiger machen. Er untersucht unter anderem, welche Bauvorschriften die Kosten erhöhen. Dabei spielen Energieeffizienz, Schallschutz, Barrierefreiheit und Stellplatzregeln eine Rolle. Ziel ist ein ressourcenschonendes Bauen mit mehr bezahlbaren Wohnungen.
Ein Projekt am Institut für Werkzeugmaschinen der Universität Stuttgart untersucht die Wiederverwendung von Holz aus alten Gebäuden. Es soll helfen, Holzbauteile sicher in neuen Häusern zu verwenden. Das Projekt erarbeitete einen Leitfaden für den praktischen Einsatz.
Ein weiteres Projekt „LaSanGe“ des Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik erforscht die automatische Erfassung von Gebäudedaten. Dabei geht es um Daten zum Zustand und den Materialien der Gebäude. Diese Daten könnten helfen, den Wohnungsbau besser zu planen.
Die Förderung des Strategiedialogs umfasst verschiedene Projekte mit praktischer Anwendung. Ziel ist es, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und die Bauwirtschaft zu digitalisieren und ökologischer zu machen.
Der Strategiedialog Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen (SDB) ist ein Programm des Landes Baden-Württemberg. Es unterstützt Projekte, die den Wohnungsbau verbessern und günstiger machen wollen. Das Programm fördert den Einsatz neuer Technologien und nachhaltiger Bauweisen.
Ein digitales Gebäudematerialkataster sammelt Daten über verwendete Baustoffe. Es hilft, Materialien besser zu nutzen und Gebäude umweltfreundlich zu planen. Diese digitale Erfassung kann auch den Wiederverkauf und die Wiederverwendung von Baustoffen erleichtern. Insgesamt soll so eine Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie entstehen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.