SymbolbildBild: Gemeinde Ellefeld und Neumann Architekten Plauen · CC BY-SA 4.0
Baden-Württemberg unterstützt mit dem Programm „Clever Bauen BW“ neue Bauprojekte. Bis zum 31. März 2026 sind 31 Projektskizzen eingegangen. Die Projekte stammen aus verschiedenen Städten und Landkreisen, darunter auch Pforzheim und der Enzkreis. Das Programm will Kosten beim Bauen senken und bezahlbares Wohnen fördern.
Das Förderprogramm teilt sich in zwei Linien. In Förderlinie A gab es 24 Anträge von Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und privaten Antragstellern. Diese Projekte betreffen 17 Neubauten und sieben Bestandsgebäude. Die beantragten Fördergelder liegen zwischen 20.000 Euro und 1,8 Millionen Euro. In Förderlinie B sind sieben Machbarkeitsstudien und Planungen eingereicht worden.
Die eingereichten Projekte kommen aus großen Städten wie Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe, aber auch aus Landkreisen wie Esslingen und Tübingen. Alle fristgerecht eingereichten Projektskizzen aus der ersten Runde hat ein externes Gremium geprüft. Zwei Vorhaben aus Förderlinie B und eines aus Förderlinie A wurden für die nächste Auswahlstufe zugelassen. Das bedeutet noch keine Förderung, sondern eine weitere Prüfung.
Das Auswahlgremium besteht aus Experten aus den Bereichen Wohnungswirtschaft, Forschung, Ingenieurwesen und Architektur. Die Mitglieder haben Erfahrung mit innovativen Bauweisen. Sie dürfen keine eigenen Projekte im Verfahren haben, um Interessenkonflikte zu vermeiden.
Die Projekte sollen durch einfachere Bau- und Ausstattungsstandards Kosten sparen. Wichtige Kriterien sind flächensparende Entwürfe, nachhaltige Bauweisen und bezahlbare Mieten. Die Baukosten je Quadratmeter liegen meist zwischen 1.900 und 4.700 Euro. Die Mieten bewegen sich zwischen 7,10 Euro und 23,40 Euro pro Quadratmeter kalt.
Einige Projekte planen den Verzicht auf teure Ausstattungsteile. Zum Beispiel wollen sie weniger Elektroinstallationen, kleinere Wohnflächen pro Person und weniger Parkplätze. Auch Maßnahmen zum Wärmeschutz und zur Eigenversorgung mit Energie sind vorgesehen. Innovative Materialien und abweichende Schallschutzmaßnahmen sind ebenfalls geplant.
Die 1,4 Millionen Euro Fördergelder stammen aus einem speziellen Haushaltstitel für das Programm. Die Rechtsgrundlage für die Förderungen wird bei jeder Vergabe geprüft. Die Erkenntnisse aus dem Programm sollen in den neuen BW-Standard für den Wohnungsbau einfließen. So will das Land zukunftsfähiges und günstiges Bauen fördern.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.