SymbolbildBild: Laserlicht · CC BY-SA 4.0
Linksextremistische Gruppen im Rems-Murr-Kreis sind seit einigen Jahren sehr aktiv. Das Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet dort ein hohes Niveau der linksextremistischen Szene. Die Polizei registrierte in den letzten fünf Jahren mehrere linksextreme Straftaten im niedrigen zweistelligen Bereich. Die meisten Fälle betrafen Sachbeschädigung.
Die Landesregierung sieht die linksextremistische Aktivität als wachsendes Problem. Besonders an Schulen versuchen Gruppen wie das Offene Antifaschistische Treffen Rems-Murr Schüler zu gewinnen. Die Regierung informiert regelmäßig über solche Entwicklungen. Sie nutzt Vorträge und Internetbeiträge, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.
Das Kompetenzzentrum gegen Extremismus (konex) berät seit 2020 Menschen, die sich vom Extremismus lösen wollen. Es bietet auch Ausstiegsberatung an. Fachkräfte werden geschult, um gefährdete Personen besser zu erkennen. Die Polizei nutzt Präventionsprogramme, die landesweit eingesetzt werden. Zudem stellt die Polizei Social-Media-Inhalte bereit, um über Linksextremismus aufzuklären.
Das Projekt „ACHTUNG?!“ fördert seit 2018 die Prävention an Schulen. Im Rems-Murr-Kreis wurde es drei Mal durchgeführt. Dabei erreichte das Projekt 356 Schüler. Die Kosten betrugen etwa 10.336 Euro. Das Sozialministerium fördert keine eigenen Kampagnen gegen Linksextremismus, unterstützt aber andere Fachstellen, die Aufklärungsarbeit leisten.
Das Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet linksextremistische Gruppen, um Gefahren früh zu erkennen. Diese Beobachtung umfasst auch Aktivitäten, die noch keine Straftaten sind. Linksextremismus bedeutet oft Ablehnung der demokratischen Ordnung und kann mit Gewalt verbunden sein. Präventionsarbeit an Schulen und Beratung sollen helfen, Radikalisierung zu verhindern und Betroffenen Auswege zu zeigen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.