Baden-Württemberg steht vor einer überraschenden Zahl: Über die Hälfte aller Gefangenen im Land sind keine Deutschen! Zum Stichtag 31. März 2026 saßen 7.219 Menschen im Gefängnis, davon 3.730 Ausländer – genau 53,3 Prozent. Besonders hoch ist der Anteil Ausländer in Untersuchungshaft mit fast 65 Prozent. Die meisten ausländischen Häftlinge stammen aus der Türkei (388) und Rumänien (313). Auch Syrien, Algerien und Tunesien sind stark vertreten. Seit Jahren wächst dieser Anteil stetig, was Fragen zu den Ursachen und Folgen aufwirft. Die Landesregierung betont, dass die Daten helfen, den Justizvollzug besser zu planen und die steigenden Kosten zu verstehen. Doch Kritik gibt es auch: Es fehlen genaue Angaben zum Migrationshintergrund deutscher Gefangener, was die Bewertung erschwert. Klar ist: Der Justizvollzug in Baden-Württemberg steht vor großen Herausforderungen.
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