Die Polizei in Mannheim ermittelt seit März 2026 zu Schutzgelderpressungen und Brandstiftungen. Sechs Tatverdächtige im Alter von 18 bis 29 Jahren wurden festgenommen. Sie stammen aus Afghanistan, Syrien, der Türkei und Pakistan. Einer hat die deutsch-türkische Staatsangehörigkeit. Die Taten fanden in Mannheim und Hockenheim statt.
Die Ermittlungen laufen beim Polizeipräsidium Mannheim. Die besondere Ermittlungsgruppe Carré wurde im Mai 2026 gegründet und arbeitet noch an der Auswertung digitaler Spuren. Im Oktober 2026 wurde die Gruppe in eine Ermittlungsgruppe überführt. Die Tatverdächtigen waren der Polizei vor März 2026 nicht als Straftäter bekannt.
Es gibt keine Informationen über die Aufenthaltstitel der Tatverdächtigen. Die Zuständigkeit für ausländerrechtliche Fragen liegt bei anderen Behörden. Auch ist unklar, welche der Tatverdächtigen ausreisepflichtig sind.
Der Komplex umfasst drei Schussabgaben, davon zwei in Baden-Württemberg, und acht Brandstiftungen, von denen vier in Baden-Württemberg sind. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Taten im Bereich Mannheim. Betroffen sind sechs Betriebe, darunter zwei aus dem produzierenden Gewerbe und vier Gaststätten. Die genaue Zahl der Geschädigten ist unbekannt.
Der Gesamtschaden durch Brandstiftungen und Schüsse wird von der Polizei auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Ein Versicherer schätzt allein den Schaden des Brandes in Mannheim im April 2026 auf Millionenhöhe. Für andere Taten in Mannheim liegen Schätzungen unter 10.000 Euro vor. Für die Brandstiftung in Hockenheim gibt es keine Schätzung.
Die Polizei stellte zwei Handfeuerwaffen sicher. Eine Waffe wurde bei der Festnahme eines Tatverdächtigen gefunden, die andere bei einer Wohnungsdurchsuchung. Ob die Tatverdächtigen im Auftrag der Gruppe „Daltons“ handelten, ist noch unklar. Es gibt Hinweise auf Erpressungsversuche vor oder kurz nach den Taten, die möglicherweise der Gruppe zugeordnet werden können.
Die Ermittlungen betreffen eine Serie von Erpressungen und Brandstiftungen in Mannheim und Hockenheim. Die Polizeiarbeit erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft. Schutzgelderpressung bedeutet, dass Täter von Geschäftsleuten Geld verlangen, um ihnen angeblich Schutz zu bieten. Brandstiftung ist das vorsätzliche Anzünden von Gebäuden oder Gegenständen, um Schaden zu verursachen. Solche Straftaten sind schwerwiegend und werden von der Polizei mit speziellen Gruppen untersucht.
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