Bild: 4028mdk09 · CC BY-SA 3.0
In Baden-Württemberg nimmt die Zahl queerfeindlich motivierter Straftaten im Zusammenhang mit digitalen Dating-Plattformen und sozialen Netzwerken zu. Die Landesregierung nennt Zahlen von 54 Fällen im Jahr 2022 bis zu 200 Fällen im Jahr 2025. Im ersten Halbjahr 2026 liegen 34 Fälle vor.
Die meisten dieser Taten sind politisch motivierte Straftaten und werden als Hasskriminalität eingestuft. Die Täter richten sich gegen Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität. Die häufigsten Straftaten sind Volksverhetzung, Propagandadelikte und Sachbeschädigung. Auch Körperverletzungen kommen vor.
Die Erfassung erfolgt über ein bundesweit einheitliches System, das Straftaten nach Motiven wie sexuelle Orientierung oder geschlechtsbezogene Diversität unterscheidet. Die Zahlen zeigen einen Anstieg der Fälle mit Tatmitteln wie Internet und sozialen Netzwerken. Die Landesregierung sieht verschiedene Gründe, darunter gesellschaftliche Entwicklungen und verändertes Anzeigeverhalten.
Queerfeindliche Straftaten werden als Teil der Hasskriminalität erfasst. Das bedeutet, dass sie aus Vorurteilen gegen sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität entstehen. Die Polizei erfasst solche Straftaten systematisch und wertet sie statistisch aus. Digitale Plattformen spielen dabei eine wichtige Rolle, da Täter diese für Angriffe oder Bedrohungen nutzen. Hasskriminalität soll helfen, solche Taten besser zu erkennen und zu verfolgen.
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