SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg fordert Aufklärung über Missstände im Landesmedienzentrum. Der Antrag vom 7. August 2026 verlangt genaue Angaben zu problematischer Haushaltsführung und vergaberechtswidrigen Aufträgen. Die SPD will wissen, wie hoch der Schaden für das Land ist und welche Maßnahmen ergriffen wurden. Der Rechnungshof bezeichnet die Ausgaben des Landesmedienzentrums als teilweise hochproblematisch. Es geht um teure Ausstattungen, Bewirtungen, Feiern und den Kauf von Kryptowerten für rund 33 000 Euro, die wertlos wurden. Das Kultusministerium war seit 2019 informiert, habe aber erst 2024 genauer geprüft. Direktvergaben für Projekte überschritten oft erlaubte Höchstwerte. Das Kultusministerium erklärt, dass Prüfungen noch laufen. Es räumt Fehler bei der Beschaffung und fehlende Wirtschaftlichkeitsanalysen ein. Der entstandene Schaden lässt sich noch nicht genau beziffern, außer bei den Kryptowerten. Das Ministerium fordert Verbesserungen vom Landesmedienzentrum und hat Weisungen gegeben. Die SPD verlangt auch Auskunft, wie Aufsichtsbehörde, Verwaltungsrat und Landesregierung informiert wurden und welche Reaktionen sie zeigten. Die SPD will zudem wissen, ob Disziplinarmaßnahmen oder Ermittlungen eingeleitet wurden. Der Antrag fordert außerdem, wie die Medienbildung in Baden-Württemberg künftig gestaltet wird. Ziel ist mehr Transparenz und Kontrolle bei der Verwaltung des Landesmedienzentrums.
Schon im September 2026 ging es um den Schaden durch Krypto-Werte im Landesmedienzentrum. Damals war von rund 30.000 Euro Verlust die Rede. Das Kultusministerium prüfte weitere Missstände und leitete Maßnahmen ein.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.
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