Bild: 4028mdk09 · CC BY-SA 3.0
Straftaten mit nicht-deutschen Tatverdächtigen in Baden-Württemberg zeigen eine wechselnde Entwicklung von 2020 bis 2025. Im Jahr 2025 sank die Zahl der Fälle auf 170.309. Das sind 8,5 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Zahlen basieren auf der Polizeilichen Kriminalstatistik, die alle strafrechtlich relevanten Fälle erfasst.
Im Jahr 2020 gab es 137.339 Fälle mit mindestens einem nicht-deutschen Tatverdächtigen. Diese Zahl stieg bis 2023 auf 187.136 Fälle an. 2024 blieb die Zahl mit 186.061 Fällen nahezu stabil. Besonders ausländerrechtliche Verstöße wie illegale Einwanderung und illegaler Aufenthalt nahmen bis 2023 stark zu. Im Jahr 2023 wurden 35.873 dieser Verstöße gezählt, 2025 sank die Zahl wieder auf 28.811.
Die Straftaten verteilen sich auf verschiedene Bereiche. Dazu gehören Allgemeinkriminalität, Straftaten gegen das Leben, sexuelle Selbstbestimmung, Rohheitsdelikte, Diebstahl und Vermögensdelikte. So stiegen beispielsweise die Fälle von Straftaten gegen das Leben von 165 im Jahr 2020 auf 217 im Jahr 2025. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen ebenfalls zu und lagen 2025 bei 3.706 Fällen.
Die Herkunft der Tatverdächtigen ist vielfältig. Die meisten Fälle entfallen auf Tatverdächtige aus Afghanistan, Syrien, Rumänien und Marokko. Die Zahlen schwanken von Jahr zu Jahr. So gab es 2023 besonders viele Fälle mit Tatverdächtigen aus Afghanistan (16.612) und Syrien (13.788). Im Jahr 2025 sanken diese Zahlen wieder.
Mit den Corona-Schutzmaßnahmen in den Jahren 2020 und 2021 sank die Kriminalität. Das öffentliche Leben kehrte 2022 zurück. Dadurch entstanden mehr Tatgelegenheiten. Die Entwicklung der Straftaten ist deshalb über mehrere Jahre zu betrachten.
Die Polizei erfasst Straftaten in der Polizeilichen Kriminalstatistik. Sie zählt Fälle, nicht einzelne Täter. Mehrere Tatverdächtige können an einem Fall beteiligt sein. Die Statistik unterscheidet nach Delikten, Herkunft und Aufenthaltsstatus. Die Daten helfen, Kriminalität zu verstehen und zu bekämpfen. Die Zahlen zeigen aber nur Erfasste, nicht alle begangenen Straftaten. Die Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von Gesetzen, Kontrollen oder gesellschaftlichen Veränderungen.