SymbolbildBild: Bernard Gagnon · CC BY-SA 3.0
Drei Taxiunternehmen in Baden-Württemberg haben seit März 2026 ihren Betrieb eingestellt. Zwei Firmen im Landkreis Karlsruhe stellten im März jeweils ein Fahrzeug ein. Eine weitere Firma im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gab im April zwei Taxilizenzen ab und meldete ihr Gewerbe ab.
Ein Taxiunternehmen im Schwarzwald-Baar-Kreis beantragte im April Insolvenz. Insgesamt sind 52 Mitarbeiter dieses Unternehmens von Entlassungen betroffen. Die Gründe für die Betriebsschließungen sind der Landesregierung nicht bekannt. Ein Zusammenhang mit gestiegenen Kraftstoffpreisen wird vermutet, aber nicht bestätigt.
Im Transportgewerbe gibt es Hinweise auf Nachverhandlungen von Verträgen wegen der höheren Dieselpreise. Manche Firmen lehnen Aufträge ab, wenn keine Einigung zu den Kosten erzielt wird. Preisgleitklauseln in Verträgen helfen, die Kosten zeitversetzt an Kunden weiterzugeben. Dennoch entstehen bei starken Preissprüngen oft Liquiditätsprobleme.
Taxiunternehmen können Kostensteigerungen nur schwer weitergeben, weil die Preise behördlich festgelegt sind. Das belastet besonders kleine und mittelständische Betriebe. Die Landesregierung hat keine genauen Zahlen zu Insolvenzen oder Betriebsschließungen in anderen Gewerbebereichen.
Verbände der Verkehrsbranche berichten von Einzelfällen und derzeit keinen belastbaren Zahlen. Die Verfügbarkeit von Taxifahrten in ländlichen Regionen und zu Randzeiten könnte durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten beeinträchtigt sein. Die Landesregierung steht im Austausch mit Verbänden, um Entlastungen zu erreichen.
Die Kraftstoffpreise sind seit März 2026 wegen einer Krisensituation im Nahen Osten deutlich gestiegen. Taxi- und Transportunternehmen brauchen Kraftfahrzeuge für ihre Arbeit. Viele Betriebe sind klein und haben wenig finanzielle Reserven. Sie können höhere Kosten nicht sofort ausgleichen.
Taxiunternehmen haben feste Preise, die sie nicht einfach erhöhen können. Das erschwert die finanzielle Lage. Transportfirmen versuchen, mit Kunden über Preisanpassungen zu verhandeln. Preisgleitklauseln helfen, Kostenänderungen zu verteilen, wirken aber verzögert.
Die Landesregierung sammelt Daten zu Insolvenzen und Betriebsschließungen. Sie arbeitet mit Verbänden zusammen, um die Auswirkungen besser zu verstehen und mögliche Hilfen zu prüfen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.