Bild: Ralph.schneider · CC BY-SA 3.0
Weniger Verurteilungen in Baden-Württemberg
Im Jahr 2025 verurteilten Gerichte in Baden-Württemberg 96.200 Menschen. Das sind 1.100 Verurteilungen weniger als im Jahr davor. Die Zahlen zeigen einen Rückgang bei Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Erwachsenen. 2.600 Jugendliche, 5.200 junge Erwachsene und 88.300 Erwachsene bekamen eine rechtskräftige Strafe.
Zahl der Deutschen sank etwas
Von den Verurteilten hatten 49.700 die deutsche Staatsbürgerschaft. 46.400 hatten keinen deutschen Pass. Die Zahl der verurteilten Deutschen sank um 1.000 Fälle. Die Zahl der Verurteilungen gegen Nichtdeutsche sank kaum. Der Anteil der nichtdeutschen Verurteilten stieg leicht von 47,8 % auf 48,3 %.
Mehr Männer als Frauen verurteilt
78.300 Männer und 17.900 Frauen wurden verurteilt. Männer sind also häufiger betroffen. Auf 100.000 Männer im Alter, in dem Strafen üblich sind, kommen 1.629 Verurteilte. Bei Frauen sind es 363.
Geldstrafen sind am häufigsten
Bei 79.000 Fällen verhängten Gerichte Geldstrafen. 13.400 Personen bekamen Freiheitsstrafen. 9.100 davon durften die Strafe zur Bewährung aussetzen. 4.300 Personen mussten ins Gefängnis oder Jugendhaft. 3.800 Verurteilte bekamen andere Strafen wie Verwarnungen oder Jugendarrest.
Viele Betroffene sind Wiederholungstäter
Bei 87.300 Verurteilten gab es Angaben zu früheren Strafen. 37.800 hatten mindestens eine Vorstrafe. Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren 34,3 % Wiederholungstäter. 50,6 % von ihnen hatten eine Vorstrafe, 24 % zwei und 25,4 % drei oder mehr. Bei den Erwachsenen hatten 43,7 % mindestens eine Vorstrafe. 28,4 % hatten eine, 14,8 % zwei, 33,9 % zwischen drei und acht sowie 22,9 % neun oder mehr Vorstrafen.
Das Statistische Landesamt sammelt jedes Jahr Daten zu Verurteilungen im Land. Diese Daten zeigen, wie oft Menschen vor Gericht Strafen bekommen. Verurteilungen können Geldstrafen, Freiheitsstrafen oder andere Maßnahmen sein. Das Jugendstrafrecht gilt für Menschen bis 21 Jahre. Es soll eher erziehen und nicht nur bestrafen. Verurteilungen zeigen, wie Gerichte auf Straftaten reagieren. Sie sagen nichts über alle Straftaten aus, weil nicht alle Fälle vor Gericht kommen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.