SymbolbildBild: Mikmaq · CC BY 3.0
Weinbau in Baden-Württemberg steht vor großen Herausforderungen. Das gilt besonders für die Region Badische Bergstraße. Die Winzer kämpfen mit hohen Kosten für Betriebsmittel, Energie, Löhne und Technik. Gleichzeitig sinkt der Weinkonsum, weil sich das Trinkverhalten der Menschen ändert. Die Insolvenz der Winzer von Baden eG zeigt, wie schwierig die Lage ist.
Die Landesregierung sieht den heimischen Weinbau als wichtigen Teil der regionalen Kultur und Ernährung. Wein aus Baden-Württemberg gilt als hochwertiges Lebensmittel und sichert Arbeitsplätze. Die Weinberge prägen das Landschaftsbild und sind wichtig für den Tourismus. Sie bieten Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere.
Um die Winzer zu unterstützen, fördert das Land seit 2027 die sogenannte Rotationsbrache. Dabei bleiben Rebflächen für einige Jahre unbepflanzt. Auf diesen Flächen entstehen Blühwiesen und andere naturnahe Lebensräume. Für diese Maßnahme zahlt das Land 2.500 Euro pro Hektar und Jahr. Maximal drei Hektar pro Betrieb sind erlaubt.
Die Landesregierung hat außerdem die Förderbedingungen für den Weinbau verbessert. Winzer bekommen mehr Geld für Wiederbepflanzungen und für die Pflanzung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten. Auch Investitionen in Kellertechnik und Vermarktung werden gefördert. Damit sollen die Betriebe besser auf den Klimawandel und die sinkende Nachfrage reagieren können.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Unterstützung der steilen Weinbergslagen. Diese sind besonders arbeitsintensiv und wichtig für die Kulturlandschaft. Hier gibt es Zuschüsse von bis zu 5.000 Euro pro Hektar und Jahr. Zudem fördert das Land den Weintourismus und die Kommunikation für regionale Herkunftsbezeichnungen.
Die Landesregierung beantwortete die Fragen zum Weinbau im Landtag Baden-Württemberg im August 2026. Sie sieht den Weinbau als wichtigen Wirtschaftszweig und kulturelles Erbe an. Der Weinbau in steilen Lagen ist besonders aufwendig, aber wichtig für die Landschaft. Rotationsbrache bedeutet, dass Weinberge für einige Jahre brachliegen, um die Natur zu fördern. Staatliche Förderprogramme unterstützen Winzer bei Umstrukturierungen und Investitionen. Diese Maßnahmen sollen helfen, die Herausforderungen durch Klimawandel und Marktveränderungen zu meistern.