SymbolbildBild: o. V. [Johann Baptist Arnold] (1) · CC BY 4.0
Gemeinderat besucht Biberacher Wälder
Der Gemeinderat von Biberach an der Riß besichtigt am 9. Oktober 2026 einen Teil des Stadt- und Hospitalwalds. Der Waldbegang findet im Distrikt Benzenghau bei Ellmannsweiler statt. Forstamtsleiterin Frauke Holland und Bürgermeister Ralf Miller führen die Gruppe. Auch Amtsleiter und ehemalige Stadträte sind dabei.
Baumpflege und Bodenschutz
Die Besucher erfahren, wie junge Fichten auf schwierigen Böden gepflegt werden. Der Boden hat eine Tonschicht, durch die Wurzeln nicht tief wachsen. Das macht die Bäume instabil. Um den Boden zu schützen, vergrößert das Forstamt den Abstand der Rückegassen auf 40 Meter. Die Bäume fallen Forstwirte mit Motorsägen, weil der Harvester sie nicht erreichen kann. Die gefällten Bäume zieht eine Seilwinde in die Rückegassen, wo der Harvester sie bearbeitet.
Wald nach Orkan Sabine
Auf einer Fläche von 16 Hektar hat der Orkan Sabine im Februar 2020 etwa 56.000 Festmeter Fichtenholz umgeworfen. Der jährliche Holzeinschlag liegt normalerweise bei 26.000 Festmetern. Die Fichte wird weniger. Der Wald wird mit anderen Baumarten wie Weißtanne, Rotbuche und Eiche ergänzt. Pionierbaumarten wie Birke und Pappel wachsen von selbst nach. Auf der Fläche wurden rund 6.500 neue Pflanzen gesetzt. Der Bestand wird regelmäßig gepflegt, um die Baumarten zu erhalten.
Betriebsinventur im Forstamt
Im Jahr 2026 führt das Forstamt eine Betriebsinventur durch. Diese Inventur findet alle zehn Jahre statt. Dabei werden etwa 2 Prozent der Waldfläche genau vermessen. Vor mehr als 40 Jahren wurden 1.200 Metallpflöcke im Wald vergraben. Mit GPS werden diese Punkte gefunden und die Bäume in einem Radius von zwölf Metern erfasst. Das Regierungspräsidium wertet die Daten aus. So erkennt das Forstamt, wie viel Holz gewachsen oder entnommen wurde und ob sich die Baumarten verändert haben.
Waldvielfalt und Herausforderungen
Ein idealer Wald hat viele Baumarten und Altersstufen. Das macht ihn widerstandsfähig. Das Ziel ist ein Wald, der sich bei Störungen selbst erholt. Die Trockenheit im Sommer 2026 führt zu mehr Borkenkäfern. Die Buche zeigt Schäden durch Trockenheit und ist an manchen Stellen braun. Regen ist wichtig, um weitere Schäden zu verhindern. Auswirkungen des Sommers auf das Holzwachstum werden erst in zehn Jahren sichtbar.
Das Forstamt kümmert sich um die Pflege und Nutzung der Wälder in der Stadt. Die Betriebsinventur gibt wichtige Daten für die Planung der nächsten zehn Jahre. Rückegassen sind Wege im Wald, die Maschinen für die Holzernte nutzen. Harvester sind Maschinen, die Bäume fällen und zerkleinern. Eine Baumart ist eine bestimmte Art von Baum, zum Beispiel Fichte oder Eiche. Die Mischung verschiedener Arten macht den Wald stabiler gegen Schäden.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.