Bild: peter schmelzle · CC BY-SA 3.0 de
Buchen zeigt am 5. November 2026 den bekannten NS-Propagandafilm „Jud Süß“. Die Vorführung findet um 19 Uhr im Atrium des Burghardt-Gymnasiums in der St.-Rochus-Straße 5 statt. Organisiert wird die Veranstaltung vom Kinomobil, Herz statt Hetze, der Bücherei des Judentums und der Stadt Buchen.
Der Film „Jud Süß“ entstand 1940 in Deutschland. Er gehört zu den aufwendigsten antisemitischen Propagandafilmen des Nationalsozialismus. Der Film erzählt lose die Geschichte des jüdischen Finanzberaters Joseph Süß Oppenheimer. Die Darstellung verfälscht die Wahrheit und verbreitet gezielt antisemitische Feindbilder. In den 1940er Jahren sahen Millionen Menschen den Film. Er diente der Beeinflussung und Vorbereitung der Ausgrenzung von Juden.
Der Filmwissenschaftler Arndt Klingelhöfer aus Mainz begleitet die Vorführung. Er arbeitet als Filmreferent am Institut für Kino und Filmkultur in Wiesbaden. Klingelhöfer gibt eine Einführung zum Film. Er erklärt die historische und propagandistische Bedeutung. Danach gibt es eine Diskussionsrunde, bei der alle Besucher Fragen stellen können.
Die Veranstaltung richtet sich an Menschen ab 15 Jahren. Sie soll helfen, die Mechanismen von NS-Propaganda zu verstehen. Die Organisatoren wollen damit historische Aufklärung fördern. Sie betonen auch die Bedeutung von Medienkompetenz und Erinnerungskultur. Der Eintritt zu der Vorführung ist frei.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.