SymbolbildBild: Oxfordian Kissuth · CC BY-SA 3.0
Bundesverkehrsministerium aktualisiert Nutzen-Kosten-Verhältnis für Autobahn 39 in Deutschland bis 2025. Das Projekt verbindet Lüneburg-N über B216 mit Weyhausen über B188. Die Neuberechnung zeigt ein deutlich verändertes Verhältnis von Kosten und Nutzen im Vergleich zu 2016.
Das Verhältnis von Nutzen zu Kosten steigt von 2,1 im Jahr 2016 auf 5,3 im Jahr 2025. Der Wert verdoppelt sich trotz steigender Baukosten und höherer CO2-Kosten. Der Barwert des Gesamtnutzens wächst von rund 1,7 Milliarden Euro auf knapp 7 Milliarden Euro. Das liegt an neuen Berechnungen, die aktualisierte Verkehrsdaten und veränderte Annahmen berücksichtigen.
Die Bewertung berücksichtigt nun auch die Folgen von bereits ausgebauten Straßen wie der A7, B4 und A14. Die Berechnung nutzt Verkehrsdaten bis zum Jahr 2040. Fahrzeitgewinne im Personenverkehr steigen auf 2,578 Milliarden Euro. Die Veränderung der Betriebskosten bei Personen- und Güterverkehr wird mit 2,531 Milliarden Euro bewertet. Die Zuverlässigkeit steigt ebenfalls im Nutzenwert stark an.
Die Investitionskosten steigen bis 2025 um etwa sieben Prozent. Die Baukostensteigerung ist aber geringer als die Zunahme beim Nutzen. Rund vier Prozent der Gesamtkosten entfallen auf Ausgleichsmaßnahmen für Natur und Landschaft. Die Planungskosten sind im Vergleich zu 2016 gesunken, weil der Planungsstand weiter fortgeschritten ist.
Die Bundesregierung prüft laufend, ob Straßenbauprojekte wirtschaftlich sinnvoll sind. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis zeigt, ob ein Projekt mehr Vorteile als Kosten bringt. Dabei werden Faktoren wie Reisezeitersparnis, Betriebskosten und Umwelteinflüsse berücksichtigt. Die Autobahn 39 ist seit Jahren umstritten. Die neuen Zahlen zeigen, dass der erwartete Nutzen aufgrund neuer Berechnungen deutlich gestiegen ist. Das kann Auswirkungen auf die politische Diskussion und die weitere Planung haben.
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