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Ein Asylverfahren in Deutschland dauert ungewöhnlich lange. Ein Asylbewerber wartet seit Januar 2024 auf eine Entscheidung. Bis Oktober 2026 sind das rund 31 Monate. Trotz zahlreicher Strafanzeigen und Ordnungswidrigkeiten verlängerte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) seine Aufenthaltsgestattung mehrfach. Die Kommunalverwaltung meldete sieben Bußgeldverfahren und mehrere Strafanzeigen wegen Eigentumsdelikten und Sachbeschädigung. Zudem gibt es Berichte über Bedrohungen mit Messern und fehlenden Integrationswillen.
Das BAMF schließt die meisten Asylverfahren deutlich schneller ab. Im Jahr 2026 lag die durchschnittliche Verfahrensdauer bei knapp 12 Monaten. 69,1 Prozent aller Verfahren, die vor Juni 2026 eingereicht wurden, wurden innerhalb von 21 Monaten abgeschlossen. Nur etwa die Hälfte aller Verfahren kam innerhalb von sechs Monaten zum Ende. Für neuere Anträge seit Juni 2026 gilt eine Zwei-Monats-Frist für Entscheidungen.
Das BAMF hat seit 2023 mehrere Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören ein bundesweit einheitliches Fristenmanagement, organisatorische Anpassungen und mehr Personal. Dadurch konnten 88 Prozent der Verfahren die gesetzlich vorgeschriebene Höchstdauer einhalten. In etwa der Hälfte der Fälle blieb die Dauer unter sechs Monaten.
Das BAMF erhält Informationen von Kommunen und anderen Behörden über Straftaten von Asylbewerbern. Es prüft dann, ob ein Ausschluss vom Asylrecht vorliegt. Manchmal werden Entscheidungen ausgesetzt, bis Strafverfahren abgeschlossen sind. Das BAMF kann aber auch während laufender Strafverfahren ablehnen, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen.
Eine schnelle Bearbeitung von Fällen mit erheblicher ordnungs- oder strafrechtlicher Auffälligkeit ist möglich. Das BAMF priorisiert Haftfälle, Minderjährige, Grenzverfahren und Fälle mit Sicherheitsrelevanz. Kommunen können das BAMF auf besonders auffällige Fälle aufmerksam machen.
Das BAMF ist für die Bearbeitung von Asylanträgen zuständig. Ein Asylverfahren entscheidet, ob jemand Schutz in Deutschland bekommt. Das Verfahren soll zügig sein. Im Gesetz sind bestimmte Fristen festgelegt, die das BAMF einhalten muss. Verzögerungen können durch viele Faktoren entstehen. Wenn ein Asylbewerber strafrechtlich auffällig wird, kann das Verfahren komplizierter sein. Behörden können Informationen austauschen, um Risiken besser einzuschätzen.
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