SymbolbildBild: Bglwiki · CC BY-SA 4.0
Bundesweit litten zwischen 1951 und 1990 in Deutschland bis zu 13 Millionen Kinder und Jugendliche bei Kuraufenthalten. Sie wurden für Wochen in Erholungsheime und Kurheime geschickt. Das Ziel war Erholung und Gesundheit.
Viele dieser Kinder erfuhren Gewalt. Dazu gehören körperliche und psychische Misshandlungen sowie sexuelle Gewalt. Ehemalige Betroffene berichten von schlimmen Erfahrungen wie Zwangsessen, Demütigungen und sogar Vergewaltigungen.
Eine große Studie der Humboldt-Universität hat diese Zahlen und Berichte bestätigt. Sie wurde mit Unterstützung von Sozialverbänden wie Caritas, Diakonie und Deutschem Roten Kreuz erstellt. Die Bundesregierung hat keine weiteren eigenen Erkenntnisse.
Nach dem Fachgespräch im Bundestag im März 2024 gab es Kritik, dass die Aufarbeitung langsam vorankommt. Die Bundesregierung prüft noch, wie sie weiter vorgehen kann. Es gibt Gespräche mit Betroffenen und Organisationen.
Die Regierung sieht auch die Länder in der Pflicht, bei der Aufarbeitung mitzumachen. Konkrete Ergebnisse oder neue Maßnahmen liegen bisher nicht vor. Betroffene können medizinische und psychotherapeutische Hilfe über die Krankenversicherung erhalten.
Die Studie ist die erste umfassende Untersuchung zur Geschichte der Kinderkuren in Deutschland. Sie zeigt das Ausmaß der Betroffenen und das Leid vieler Kinder. Die Bundesregierung will das Thema weiter bearbeiten, auch zusammen mit den Bundesländern.
Kinderkuren waren früher eine häufige Form, Kinder gesund zu pflegen. Es gibt heute viele Angebote zur psychischen und medizinischen Hilfe. Die Aufarbeitung der Missstände soll helfen, das Leid der Betroffenen anzuerkennen und Unterstützung zu verbessern.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.