Bild: Lydia · CC BY-SA 3.0
Bundesweit erhalten Gedenkstätten für die Opfer der NS- und SED-Diktaturen 2027 insgesamt 48 Millionen Euro vom Bund. Die Mittel verteilen sich auf institutionelle Förderung und Projektförderung. Die Zahlen stammen aus der Regierungsantwort auf eine Kleine Anfrage im Bundestag und beziehen sich auf das kommende Haushaltsjahr 2027.
Die institutionelle Förderung für Gedenkstätten, die sich mit der NS-Herrschaft befassen, beträgt 23,7 Millionen Euro. Für Gedenkstätten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sind 13,8 Millionen Euro vorgesehen. Zusätzlich gibt es Förderungen, die nicht eindeutig einem der beiden Bereiche zugeordnet werden können. Diese liegen bei 10,5 Millionen Euro.
Neben den institutionellen Mitteln gibt es Projektförderungen. Hier fließen 2,1 Millionen Euro an Projekte zur NS-Aufarbeitung und 859.000 Euro für Projekte zur SED-Diktatur. Die Bundesmittel für Projekte, die nicht klar zugeordnet sind, betragen null Euro.
Die Förderung der Gedenkstätten ist seit 2008 deutlich gestiegen. Damals lag die institutionelle Förderung für NS-Gedenkstätten bei 6,5 Millionen Euro und für SED-Gedenkstätten bei 3,4 Millionen Euro. Die Projektförderung begann mit geringeren Beträgen und wuchs seitdem stark, vor allem im Bereich NS-Aufarbeitung.
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass eine genaue Trennung der Mittel nach NS- und SED-Aufarbeitung im Bundeshaushalt schwierig ist. Einige Einrichtungen erinnern an beide Diktaturen und erhalten gemeinsame Mittel. Auch hängt die Projektförderung von den eingehenden Anträgen ab, was Schwankungen verursacht.
Die Bundesregierung fördert Gedenkstätten, um an die Opfer der NS- und SED-Diktaturen zu erinnern und die Geschichte aufzuarbeiten. Die Förderung umfasst sowohl dauerhafte institutionelle Unterstützung als auch zeitlich begrenzte Projektmittel. Die Gedenkstätten sind über ganz Deutschland verteilt, wobei Einrichtungen zur SED-Aufarbeitung hauptsächlich in Ostdeutschland liegen. Die Mittel sollen den Erhalt der Stätten sichern und die Vermittlung der Geschichte in der Gesellschaft unterstützen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.