SymbolbildBild: lost places from Deutschland · CC BY 2.0
Bundesweit haben Kommunen 942 Projekte zur Sanierung von Schwimmbädern eingereicht. Insgesamt wünschen sie sich rund 3,2 Milliarden Euro für die Modernisierung. Der Bund stellt 2026 dafür nur 250 Millionen Euro bereit. Die Förderung reicht damit nur für einen Bruchteil der beantragten Vorhaben.
Rund 6 000 Hallen-, Frei- und Kombibäder gibt es in Deutschland. Sie sind wichtig für das Schwimmenlernen von Kindern, den Vereinssport und die Freizeit. Die meisten Schwimmbäder sind in kommunaler Hand. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zeigt, dass 62 Prozent der Hallenbäder und 48 Prozent der Freibäder einen großen oder nennenswerten Investitionsstau haben. Viele Bäder sind baulich veraltet oder energetisch ineffizient. Manche mussten schon ganz oder teilweise geschlossen werden. Ohne umfassende Sanierungen könnten in den nächsten drei Jahren rund jedes sechste Freibad wegfallen.
Der Bund hat 2026 ein Programm mit 250 Millionen Euro für Schwimmbäder aufgelegt. 942 Projektskizzen wurden eingereicht, das Fördervolumen ist damit fast 13-mal so hoch wie die verfügbaren Mittel. Die Nachfrage zeigt den großen Sanierungsbedarf. Die Bundesregierung räumt ein, dass es keine verlässlichen bundesweiten Daten zu Schwimmbädern gibt. Kommunen und Länder sind für den Erhalt und die Finanzierung zuständig. Das Programm soll helfen, die Schwimmbäder als wichtige soziale und sportliche Infrastruktur zu erhalten und zu modernisieren.
Der Bund hat in den vergangenen Jahren bereits fast 1 Milliarde Euro für kommunale Sportstätten bereitgestellt. Die Länder können zudem eigene Mittel für Sportinfrastruktur nutzen. Ob es nach 2026 mehr Bundesmittel für die Schwimmbadsanierung gibt, entscheidet der Bundestag. Das Programm zeigt, dass einmalige Förderungen den hohen Bedarf nicht decken können. Eine langfristige und verlässliche Förderung wäre nötig, um Schwimmbäder dauerhaft zu erhalten und die Schwimmfähigkeit von Kindern zu sichern.
Die Kommunen sind in Deutschland für den Betrieb und die Instandhaltung von Schwimmbädern zuständig. Sie müssen für die Finanzierung oft mit den Bundesländern zusammenarbeiten. Schwimmbäder sind wichtige Orte für Sport, Gesundheit und soziale Teilhabe. Der Erhalt dieser Infrastruktur ist wichtig, damit Kinder schwimmen lernen und die Bevölkerung ausreichend Schwimmmöglichkeiten hat. Förderprogramme vom Bund unterstützen die Kommunen, können aber den großen Sanierungsstau nur teilweise verringern. Eine dauerhafte Förderung könnte helfen, die Infrastruktur langfristig zu sichern.
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