SymbolbildBild: Reinhard Dietrich · CC BY-SA 4.0
Die Bundesregierung nennt Steuermindereinnahmen in Milliardenhöhe durch steuerliche Vergünstigungen. Im Jahr 2026 verliert der Bund 18,4 Milliarden Euro durch solche Regelungen. Die Zahlen stammen aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage im Bundestag vom 20. Oktober 2026.
Der Subventionsbericht der Bundesregierung berücksichtigt 107 Steuervergünstigungen mit jährlichen Einnahmeverlusten von 40 Milliarden Euro insgesamt. Die steuerliche Begünstigung der privaten Nutzung von Dienstwagen ist besonders hoch. Eine Studie schätzt dafür 2024 Steuermindereinnahmen von 4,92 Milliarden Euro. Insgesamt gibt es rund 3,4 Millionen Dienstwagen in Deutschland.
Das Dienstwagenprivileg wird auch wegen seiner negativen Auswirkungen auf das Klima kritisiert. Es führt zu zusätzlichen CO2-Emissionen von etwa 1,68 Millionen Tonnen jährlich. Die Bundesregierung hält an der aktuellen Regelung fest, obwohl externe Gutachten sie als ineffizient bewerten.
Der Bundesrechnungshof kritisiert, dass wichtige steuerliche Vergünstigungen wie das Dienstwagenprivileg und die Entfernungspauschale im Subventionsbericht fehlen. Diese drei Sonderregelungen verursachen zusammen einen jährlichen Einnahmeverlust von etwa 18 Milliarden Euro. Die Bundesregierung hält die aktuellen Regelungen für keine Subventionen im engeren Sinn und berichtet daher nicht darüber.
Der Bundesrechnungshof fordert, umweltschädliche und ineffiziente Steuervergünstigungen abzubauen und besser zu prüfen. Die Bundesregierung plant, einige dieser Regelungen künftig transparenter darzustellen. Es fehlen jedoch genaue Daten zur Nutzung und zu den Begünstigten der Dienstwagenregelung.
Die Bundesregierung veröffentlicht regelmäßig Berichte über Steuervergünstigungen, die den Staat Einnahmen kosten. Solche Vergünstigungen nennt man Subventionen, wenn sie wirtschaftliche Vorteile für bestimmte Gruppen bringen. Der Bundesrechnungshof überwacht die Ausgaben und fordert mehr Transparenz und Wirksamkeit. Steuerliche Begünstigungen für Dienstwagen erlauben es, einen Teil der privaten Nutzung niedriger zu versteuern. Dies führt zu weniger Steuereinnahmen und kann das Klima belasten.