SymbolbildBild: Henning Ihmels (Benutzer:Hens) · CC BY-SA 3.0
Die Bundesregierung nennt 98 Personen in der Datei „Gewalttäter Sport“, die einen rechtsextremen Hintergrund haben. Diese Personen wurden mit weiteren polizeilichen Dateien abgeglichen. 89 der Betroffenen tragen den Hinweis „PMK-rechts“ im Informationssystem der Polizei. Acht weitere Personen sind zusätzlich in der Datei „Gewalttäter rechts“ eingetragen.
Die Regierung hat keine genauen Zahlen zu rechtsextremen Straftaten bei Fußballspielen oder in Stadien. Es gibt keine automatische Auswertung der Daten, weil diese Straftaten nicht mit bundesweit einheitlichen Begriffen erfasst werden. Daher kann die Regierung keine Aussage über die Entwicklung oder die genaue Anzahl der Vorfälle machen.
Rechtsextreme Gruppen in Fußball-Fanszenen gibt es laut Bundesregierung. Eine ganze Gruppe, die ausschließlich rechtsextrem handelt, ist jedoch nicht bekannt. Straf- oder Gewalttaten stammen meist aus Fan-Streitigkeiten untereinander. Die Regierung hält Informationen zu einzelnen Gruppen sehr geheim, um die Arbeit des Verfassungsschutzes und Schutz von Personen nicht zu gefährden.
Verbote von rechtsextremen Hooligan- oder Ultragruppen liegen der Regierung nicht vor. Solche Maßnahmen fallen in die Zuständigkeit der Bundesländer. Einige Hooligangruppen mit Verbindungen zur rechten Szene haben sich in der Vergangenheit selbst aufgelöst.
Die Bundesregierung beantwortet Fragen zu rechtsextremer Gewalt und Vernetzung im Fußball. Die Datenlage ist unvollständig, da Straftaten nicht bundesweit einheitlich erfasst werden. Rechtsextreme nutzen Fußball als Ort, um sich zu zeigen oder zu vernetzen. Die Datei „Gewalttäter Sport“ speichert Personen, die bei Sportveranstaltungen gewalttätig wurden. Der Verfassungsschutz beobachtet rechte Aktivitäten, gibt aber keine Details zu einzelnen Gruppen heraus, um die Sicherheit zu gewährleisten. Fußball hat eine große Fangemeinde, in der sich auch Rechtsextreme bewegen, ohne die Szene komplett zu dominieren.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.