SymbolbildBild: Tischbeinahe · CC BY 3.0
Die Bundesregierung meldet Besorgnis über Hunger als Waffe in Kriegen weltweit. Sie sieht besonders Konflikte in Ländern wie Sudan, Gaza, Jemen und Südsudan als Brennpunkte. Im Oktober 2026 gab das Auswärtige Amt Antworten auf Fragen zur Umsetzung einer UN-Resolution gegen Hunger als Kriegswaffe.
Hunger entsteht bei Kämpfen oft, weil Menschen fliehen oder Ackerflächen nicht bestellt werden. Auch Blockaden von Handelswegen und Angriffe auf Hilfsorganisationen verschlimmern die Lage. Im letzten Jahr wurden 907 Helfer attackiert. Die Bundesregierung nennt die Resolution 2417 von 2018, die den Einsatz von Hunger als Kriegswaffe ächtet. Sie setzt sich international für deren Einhaltung ein.
Die Bundesregierung kritisiert, dass das globale Ernährungssystem anfällig ist. Es hängt von komplexen Lieferketten und wenigen großen Konzernen ab. Die Klimakrise bringt öfter Überschwemmungen und Dürren, die Ernten schädigen. Deshalb sind Ernährungskrisen meist menschengemacht und vermeidbar. Die Regierung nennt den Aufbau lokaler Ernährungssysteme und Frühwarnsysteme als wichtige Maßnahmen.
Trotz der hohen Bedeutung hat die Bundesregierung die Mittel für humanitäre Hilfe stark gekürzt. Die Mittel im Auswärtigen Amt für humanitäre Hilfe sanken um fast 70 Prozent. Auch die Mittel für die Umgestaltung von Ernährungssystemen sollen um ein Drittel sinken. Dies gefährdet Erfolge bei der Bekämpfung von Hunger und Armut.
Die deutsche Justiz verfolgt Kriegsverbrechen auch beim Einsatz von Hunger als Waffe. Im Jahr 2025 begann ein Verfahren gegen fünf Beschuldigte wegen Aushungerns in Syrien. Das Verfahren läuft noch. Die Bundesregierung unterstützt internationale Gerichte und setzt sich für die Einhaltung des humanitären Völkerrechts ein.
Die Bundesregierung nutzt diplomatische Gespräche, auch vertraulich, um humanitären Zugang zu sichern. Sie kann verschiedene außenpolitische Mittel einsetzen, wenn Konfliktparteien Hilfe blockieren. Persönliche Details zu Gesprächen gibt sie nicht preis. International arbeitet sie mit dem Roten Kreuz und vielen Staaten zusammen. Sie beteiligt sich an UN-Debatten und unterstützt Berichte zu Hunger in Konflikten.
Die UN-Sicherheitsratsresolution 2417 von 2018 verurteilt Hunger als Mittel der Kriegsführung. Sie fordert Schutz für Zivilisten und sicheren Zugang für Hilfsorganisationen. Die Bundesregierung ist für die Einhaltung des humanitären Völkerrechts verantwortlich. Hunger entsteht oft durch Krieg, Vertreibung und zerstörte Infrastruktur. Schutzmaßnahmen und internationale Zusammenarbeit sind notwendig, um Hungersnöte zu verhindern. Humanitäre Hilfe soll schnell und ungehindert zu bedürftigen Menschen gelangen.
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