Die Bundesnetzagentur richtet ab Winter 2026/2027 eine digitale Sicherheitsplattform Strom ein. Die Plattform soll bei einer drohenden Strommangellage den Bundeslastverteiler unterstützen. Sie hilft, Stromverbraucher mit hohem Verbrauch zu registrieren und bei Bedarf den Stromverbrauch zu reduzieren.
Stromverbraucher mit mehr als 8 Gigawattstunden Jahresverbrauch an einer Entnahmestelle sollen sich zur Plattform anmelden. Die Bundesnetzagentur kann im Krisenfall den Verbrauch steuern. Entscheidungen trifft der Bundeslastverteiler. Die Plattform dient als Arbeitsmittel für Daten und Kommunikation, nicht für automatische Entscheidungen.
Der Schutz wichtiger Bereiche wie der kritischen Infrastruktur, Notruf, Telekommunikation und öffentlicher Warnung hat hohe Priorität. Lastreduzierungen sollen technisch schadensfrei möglich sein. Die Plattform ist ein Werkzeug, um nötige Maßnahmen schnell und sicher umzusetzen.
Die Bundesregierung stellt klar, dass derzeit keine Strommangellage vorliegt. Die Plattform ist ein Vorsorgemaßnahme. Die Bundesnetzagentur betont auch die Bedeutung von IT-Sicherheit für diese digitale Infrastruktur. Die Maßnahmen greifen nur, wenn eine ernste Gefährdung der Energieversorgung vorliegt.
Die Plattform unterstützt bei der Koordination von Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung. Kritische Bereiche werden priorisiert. Die Bundesnetzagentur berücksichtigt technische Vorlaufzeiten, um Schäden zu vermeiden. Sie kann im Ausnahmefall auch Netzbetreiber anweisen, Lasten abzuschalten.
Die Sicherheitsplattform fragt Verbrauchsdaten mit bis zu einer Woche Vorlauf ab. Es gibt keine offene Registrierung. Die Bundesnetzagentur plant, alle großen Verbraucher zu erfassen, hat bisher aber noch keine Daten erhoben. Die Entscheidungen über Lastreduzierungen bleiben individuell und situationsabhängig.
Die Sicherheitsplattform Strom ist Teil des Gesetzes zur Sicherung der Energieversorgung. Dieses regelt, wie der Staat bei einer Energiekrise eingreifen darf. Die Bundesnetzagentur übernimmt dabei die Rolle, den Stromverbrauch gezielt zu steuern. Ziel ist es, eine stabile Versorgung für lebenswichtige Bereiche sicherzustellen und größere Schäden im Stromnetz zu verhindern.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.