SymbolbildBild: Norbert Nagel · CC BY-SA 3.0
Bundestag beschließt Monitoring für Pränataltest
Der Bundestag hat am 8. Oktober 2026 beschlossen, die Folgen des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) besser zu überwachen. Der Test kann durch eine Blutprobe der Schwangeren das Risiko für bestimmte Chromosomenstörungen beim Baby früh erkennen. Seit Juli 2022 übernimmt die Krankenkasse die Kosten, wenn Ärztinnen oder Ärzte den Test für notwendig halten. Das Ziel ist, ein genaues Bild von der Nutzung und den Folgen dieses Tests zu bekommen.
Warum ein Monitoring nötig ist
Es gibt Sorgen, dass der Test zu oft und ohne medizinische Gründe genutzt wird. Daten zeigen, dass fast die Hälfte aller Schwangeren den Test macht. Besonders junge Frauen nutzen ihn häufig, obwohl ihr Risiko gering ist. Das kann dazu führen, dass der Test wie eine Reihenuntersuchung wirkt. Außerdem verlassen sich viele Schwangere nach einem negativen Testergebnis sehr auf die Sicherheit und verzichten auf andere Untersuchungen. Das Monitoring soll deshalb Daten sammeln und auswerten. Ein Expertengremium soll auch die ethischen und rechtlichen Fragen prüfen.
Weitere Schritte und Ergebnis
Die ersten Ergebnisse des Monitorings sollen bis Mitte 2027 vorliegen. Das hilft dem Bundestag, über weitere Tests und deren Finanzierung zu entscheiden. Ein Zusatz stellt sicher, dass Schwangere mit medizinischem Bedarf weiterhin einfach Zugang zum Test haben. Der Bundestag nahm diesen Vorschlag mit großer Mehrheit an.
Der NIPT ist ein Bluttest, der das Risiko für Trisomie 13, 18 und 21 abfragt. Trisomie 21 ist auch als Down-Syndrom bekannt. Der Test ist weniger belastend als andere Verfahren, die in die Fruchtblase eingreifen. Seit 2022 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen den Test, wenn er medizinisch sinnvoll ist. Das Monitoring soll Klarheit schaffen, wie oft und warum der Test genutzt wird. Es soll auch helfen, ethische und rechtliche Fragen zu klären, die mit vorgeburtlichen genetischen Tests verbunden sind. Bundestagsbeschlüsse wie dieser zeigen, wie Politik solche neuen Tests begleitet und prüft.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.