SymbolbildBild: Gzen92 · CC BY-SA 4.0
Der Deutsche Bundestag hat am 8. Oktober 2026 beschlossen, die Auswirkungen des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) genauer zu überwachen. Der NIPT kann ab Juli 2022 von Schwangeren über die Krankenkassen bezahlt werden, wenn er medizinisch nötig ist. Der Test zeigt das Risiko für bestimmte genetische Erkrankungen wie das Down-Syndrom früh in der Schwangerschaft.
Der Bundestag fordert ein Monitoring. Das bedeutet, es sollen Daten gesammelt und ausgewertet werden, wie oft und warum der NIPT genutzt wird. Auch soll geprüft werden, ob die Beratung der Schwangeren vor und nach dem Test gut genug ist. Außerdem soll ein Expertengremium eingesetzt werden. Dieses Gremium soll die rechtlichen, ethischen und gesundheitlichen Grundlagen des Tests prüfen. Die Ergebnisse sollen spätestens bis Juni 2027 vorliegen.
Es gibt die Sorge, dass der NIPT zu oft und auch ohne medizinische Notwendigkeit genutzt wird. Daten der Krankenkasse BARMER zeigen, dass fast die Hälfte der Schwangeren 2024 den Test machte. Das kann zu einer Art Screening für alle Schwangeren werden, obwohl der Test eigentlich nur bei bestimmten Risiken empfohlen wird. Manche Schwangere verzichten nach einem negativen Ergebnis auf weitere Untersuchungen, die andere Auffälligkeiten erkennen könnten.
Das Monitoring soll helfen, die Folgen der Test-Nutzung besser zu verstehen. Das Expertengremium soll sicherstellen, dass der Test verantwortungsvoll eingesetzt wird. Es soll auch prüfen, wie Schwangere gut beraten werden können. Der Bundestag will verhindern, dass der Test zur Routine wird, ohne dass es dafür klare medizinische Gründe gibt.
Der NIPT ist ein Bluttest, der das Risiko für bestimmte genetische Krankheiten beim ungeborenen Kind zeigt. Er ist nicht invasiv, das heißt, er belastet die Schwangere und das Kind kaum. Solche Tests können helfen, wichtige Informationen früh zu bekommen. Der Bundestag diskutiert über Regeln, damit diese Tests sinnvoll und verantwortungsvoll genutzt werden. Die Überwachung und Fachprüfung helfen, die richtige Balance zwischen Nutzen und Risiken zu finden.
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