SymbolbildBild: Dietmar Rabich · CC BY-SA 4.0
Deutschland plant, bis Ende 2026 große Mengen Diesel und Öl aus seinen strategischen Reserven auf den Markt zu bringen. Das Bundeswirtschaftsministerium gab am 2. November 2026 bekannt, dass insgesamt etwa 1,15 Millionen Tonnen Rohöl und Diesel freigegeben werden sollen. Diese Mengen sollen helfen, mögliche Versorgungsengpässe zu vermeiden und Preisschwankungen auszugleichen.
Die strategischen Reserven enthalten am 1. Oktober 2026 rund 12 Millionen Tonnen Rohöl und knapp 4,3 Millionen Tonnen Diesel. Seit März 2026 hat Deutschland bereits 0,27 Millionen Tonnen Rohöl und 0,15 Millionen Tonnen Diesel auf den Markt gebracht. Nun plant die Bundesregierung, zusätzlich 0,35 Millionen Tonnen Rohöl und 0,805 Millionen Tonnen Diesel bis Jahresende freizugeben.
Diese Freigaben erfolgen als Teil einer internationalen Vereinbarung der G7-Staaten. Die USA hatten wegen eines möglichen Diesel-Lieferstopps und Blockaden wichtige Schritte zur Unterstützung der Märkte gefordert. Deutschland hält sich an die Beschlüsse und versucht, die Versorgung stabil zu halten.
Die gesetzlich vorgeschriebene Menge an Erdöl- und Ölprodukten in den Reserven beträgt theoretisch die Menge für 90 Tage Verbrauch. Aktuell entsprechen die Vorräte einem Wert von 82 Tagen. Die Bundesregierung hat bereits im Frühjahr 2026 Reserven freigegeben, diese aber bis September 2026 wieder aufgefüllt. Die Mengen, die jetzt auf den Markt kommen, sollen die Versorgungssicherheit trotz internationaler Unsicherheiten gewährleisten.
Im ersten Halbjahr 2026 produzierte Deutschland mehr Diesel als benötigt. Eine Reduzierung der Diesel-Exporte aus den USA könnte das weltweite Angebot verknappen und zu höheren Preisen führen. Deutschland und die G7-Staaten wollen solche Handelsbeschränkungen vermeiden und arbeiten zusammen, um die Märkte stabil zu halten.
Die strategischen Ölreserven dienen dazu, die Energieversorgung im Notfall zu sichern. Deutschland muss Ölvorräte für mindestens 90 Tage Verbrauch bevorraten. Die Bundesregierung kann diese Reserven freigeben, wenn Störungen im Energiemarkt drohen oder schon auftreten. Solche Maßnahmen sollen Preisspitzen abfedern und Versorgungslücken verhindern. Die Freigabe von Reserven ist eine von mehreren Möglichkeiten, um die Energiesicherheit zu gewährleisten.
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