SymbolbildBild: Didi43 · CC BY-SA 4.0
Deutschland und Google.org starten gemeinsam die Global Authentic Memory Initiative, kurz GAMI. Das Projekt will historische digitale Dokumente vor Fälschungen durch künstliche Intelligenz schützen. Die Initiative bietet eine Technik, mit der sich die Echtheit dieser Dokumente überprüfen lässt.
Viele Museen, Archive und Gedenkstätten können mit GAMI ihre digitalen Bestände schützen. Dafür bekommen Dokumente einen digitalen Nachweis. Dieser besteht aus einem speziellen Fingerabdruck, einem Zeitstempel und einer Unterschrift der Einrichtung. So lässt sich später eindeutig erkennen, ob ein Dokument echt ist oder gefälscht wurde.
Im Januar 2026 hatten Gedenkstätten davor gewarnt, dass KI-Fälschungen echte historische Dokumente ersetzen könnten. Echte Aufnahmen könnten dann fälschlich als Fälschungen abgetan werden. Das Projekt will verhindern, dass die Geschichte durch falsche Informationen verfälscht wird.
Die Bundesregierung unterstützt GAMI mit 100.000 Euro. Google.org gibt 300.000 Euro dazu. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer besuchte die USA und sprach mit großen Technikfirmen über den Schutz vor falschen KI-Daten. Erste Tests mit KZ-Gedenkstätten zeigten, dass das System gut funktioniert.
Die Global Authentic Memory Initiative entstand aus deutschen Universitäten. Sie entwickelt Technik, die digitale Dokumente eindeutig kennzeichnet. So soll verhindert werden, dass gefälschte Inhalte als echt gelten. Digitale Nachweise helfen dabei, die Geschichte auch im Internet zu bewahren und nicht durch KI-Manipulationen zu verfälschen. Solche Fälschungen nennt man Deepfakes. Viele historische Dokumente haben bisher keinen Schutz gegen solche Manipulationen. GAMI gibt ihnen diesen Schutz jetzt.
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