SymbolbildBild: Tischbeinahe · CC BY 3.0
Deutschland zahlt dem Weltklimarat IPCC von 2021 bis 2026 insgesamt über 2 Millionen Euro an freiwilligen Beiträgen. Die Zahlungen steigen von jährlich 321.000 Euro in den Jahren 2021 bis 2024 auf 382.000 Euro in 2025 und 2026. Der IPCC ist ein wichtiges Gremium der Vereinten Nationen für die globale Klimapolitik. Er liefert wissenschaftliche Berichte, die viele Länder als Grundlage für ihre Klimaschutzmaßnahmen nutzen.
Neben den Geldzahlungen unterstützt Deutschland den IPCC auch mit Technik und Personal. Dafür zahlt Deutschland von 2021 bis 2024 über 3,5 Millionen Euro für technische Einheiten und Datenzentren. Im Jahr 2025 und bis August 2026 investiert Deutschland zusätzlich rund 156.000 Euro für eine technische Support-Einheit. Die Bundesregierung finanziert keine Datenzentren direkt und unterstützt das IPCC-Sekretariat nicht zusätzlich finanziell.
Die USA haben sich 2026 vollständig aus dem IPCC zurückgezogen und zahlen seitdem kein Geld mehr. Die USA waren einer der größten Geldgeber. Das führt zu einer Finanzierungslücke, die die Arbeit des IPCC gefährden kann. Andere Länder wie China und Indien haben ihre Beiträge bisher nicht merklich erhöht. Deutschland arbeitet mit weiteren Ländern zusammen, um diese Lücke zu verringern, zum Beispiel bei der Finanzierung einer wichtigen technischen Einheit für den siebten IPCC-Bericht.
Der IPCC-Bericht entsteht in wissenschaftlichen Gruppen. Die Zusammenfassung für Politiker wird von Regierungsvertretern Satz für Satz abgestimmt. Die Bundesregierung betont, dass wissenschaftliche Aussagen dabei nicht verändert werden. Deutschland hat keine Änderungen an Berichtsentwürfen verlangt, um eigene Klimaziele durchzusetzen. Die Bundesregierung vertraut auf die Regeln des IPCC, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Auch die Rolle von Stiftungen bei der Finanzierung ist bekannt, diese haben aber keinen Einfluss auf die Auswahl der Wissenschaftler.
Der Weltklimarat (IPCC) ist ein internationales Gremium, das den aktuellen Stand der Klimaforschung zusammenfasst. Viele Staaten finanzieren ihn gemeinsam. Die USA waren bisher einer der größten Geldgeber, ihr Ausstieg hinterlässt eine Lücke. Die Berichte des IPCC sind wichtig für politische Entscheidungen zum Klimaschutz. Die Zusammenfassungen für Politiker werden nach einem besonderen Verfahren beschlossen, bei dem Regierungen mitreden können. Das soll den Berichten politische Akzeptanz verschaffen, ohne die wissenschaftlichen Fakten zu verändern.