SymbolbildBild: Florian Rettner · Public domain
Dialysebehandlungen in Deutschland kosten immer mehr Geld. Die Ausgaben steigen von 2,26 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf fast 2,38 Milliarden Euro im Jahr 2025. Diese Zahlen hat die Bundesregierung im Oktober 2026 mitgeteilt.
Die Regierung hat keine genauen Daten, wie hoch die Kosten für Dialysebehandlungen bei Menschen mit Migrationshintergrund sind. Es gibt keine getrennte Erfassung nach Aufenthaltsstatus oder Herkunft. Auch wie viele Menschen mit Migrationshintergrund erstmals eine Dialyse benötigen, ist unbekannt.
Sprach- und Kulturbarrieren machen eine Behandlung für Migranten oft schwer. Krankheiten wie Diabetes führen bei diesen Menschen häufiger zu Nierenschäden. Fehlende Sprachkenntnisse können gefährliche Fehler bei der Dialyse verursachen.
Es gibt keine speziellen Förderprogramme des Bundes für mehrsprachige Informationskampagnen zur Vorsorgeuntersuchung "Check-up 35". Auch Projekte zur besseren Integration von Migranten in die Nierengesundheit wurden nicht gefördert. Kosten für Dolmetscher bei Dialysebehandlungen übernehmen Krankenkassen meist nicht. Sozialhilfeträger können unter bestimmten Bedingungen Dolmetscherkosten tragen.
Chronische Nierenerkrankungen sind teuer und belasten das Gesundheitssystem stark. Dialysebehandlungen sind eine der kostspieligsten Therapien. Frühe Vorsorge kann helfen, diese Kosten zu senken. Die Untersuchung "Check-up 35" soll Krankheiten früh erkennen. Migranten nutzen diese Vorsorge oft weniger, was zu späteren teureren Behandlungen führen kann. Sprachbarrieren und fehlende Daten erschweren eine gezielte Versorgung.