SymbolbildBild: Lothar Schaack · CC BY-SA 3.0 de
Die Bundesregierung antwortet auf eine Anfrage zu den wirtschaftlichen Folgen deutscher Entwicklungshilfe. Die aktuelle Studie der Universität Göttingen zeigt, dass jeder Euro, der in Entwicklungshilfe fließt, rund 2,50 Euro zusätzliche deutsche Exporte bringt. Diese zusätzlichen Exporte sichern oder schaffen etwa 380.000 Arbeitsplätze in Deutschland.
Unterschiedliche Studien und Zeiträume Die Bundesregierung nennt zwei Studien der Universität Göttingen mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die ältere Untersuchung von 2024 ergab nur 0,36 US-Dollar Exporte je US-Dollar Entwicklungshilfe und 139.000 Arbeitsplätze. Die neuere Studie gibt eine deutlich höhere Rendite an. Die Unterschiede erklärt die Regierung mit verschiedenen Untersuchungszeiträumen und Fragestellungen.
Wissenschaftliche Unabhängigkeit und Einordnung Die Studien wurden nicht von der KfW oder anderen Bundesstellen finanziert oder betreut. Die Bundesregierung berücksichtigt die wissenschaftlichen Erkenntnisse bei ihren Entscheidungen zur Entwicklungszusammenarbeit. Es gibt aber keine genaue Aufteilung, wie viele Arbeitsplätze neu geschaffen oder gesichert wurden.
Die Anfrage und Antwort zeigen, wie Entwicklungshilfe wirtschaftliche Vorteile für Deutschland bringen kann. Dabei geht es um den Export deutscher Waren und Dienstleistungen und um Arbeitsplätze. Entwicklungshilfe ist Geld, das Deutschland in ärmere Länder gibt, um dort zu helfen. Gleichzeitig kann diese Hilfe auch die eigene Wirtschaft stärken, wenn die Empfängerländer deutsche Produkte kaufen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.