SymbolbildBild: Rasi57 · CC BY-SA 3.0
Gasspeicher in Deutschland sind vor dem Winter 2026/2027 zu knapp 54 Prozent gefüllt. Die Bundesregierung meldet einen Füllstand von etwa 126,8 Terawattstunden am 26. August 2026. Das entspricht 51,2 Prozent der Speicherkapazität. Einige Speicher können die vorgeschriebenen Füllstände nicht mehr technisch erreichen. Die Wintervorsorge liegt hauptsächlich bei den Gashändlern. Sie müssen den Vorrat füllen und Gas importieren. Auf dem Weltmarkt ist genug Gas verfügbar, und die Importmöglichkeiten sind ausreichend. Die Bundesnetzagentur sieht die Gasversorgung als stabil an. Die Gefahr einer Versorgungsengpass im Winter gilt als gering. Die Behörde achtet besonders auf den geforderten Mindestfüllstand von 30 Prozent am 1. Februar 2027. Die Bundesregierung hat keine Prognosen für den Verlauf der Speicherfüllstände im Winter veröffentlicht. Sie teilt auch keine Daten über vertraglich gesicherte Gaslieferungen mit. Deutschland hat kein Flüssigerdgas aus der Golfregion bezogen. Die EU hat vor der Blockade der Straße von Hormus 3,8 Prozent ihres Gasbedarfs aus dieser Region gedeckt und konnte diese Mengen ersetzen. Es gibt keine genauen Angaben, wie diese Ersatzmengen beschafft wurden. Die Bundesregierung erkennt die Risiken durch Konflikte im Nahen Osten an. Angriffe auf Pipelines und Gefährdung von Seewegen können die Gasversorgung erschweren. Die Versorgungssicherheit hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören Speicherfüllstände, Importe, Verbrauch und Wetter. Besonders im Spätwinter 2027 kann eine längere Kältephase die Lage verschärfen. Preisspitzen für Erdgas im Winter sind möglich. Die Bundesregierung sieht aktuell keine Versorgungskrise. Die Gashändler verpflichten sich, genug Gas für Stadtwerke, Industrie und Haushalte zu sichern. Die technischen Kapazitäten der Flüssigerdgasterminals in Deutschland liegen bei über 100 Terawattstunden im Winterhalbjahr 2026/2027. Speicherfüllstände und Importmengen sind öffentlich einsehbar auf der Plattform AGSI. Die Bundesregierung hat keine Daten über mögliche Auswirkungen hoher Erdgaspreise auf die Industrie. Sie verweist auf die Verantwortung der Gashändler und den Weltmarkt.
Die Antwort stammt aus einer Anfrage im Bundestag zur Versorgungssicherheit mit Erdgas im Winter. Die Bundesregierung beobachtet ständig die Lage und arbeitet mit der Bundesnetzagentur zusammen. Erdgas wird in großen Speichern gelagert und über Pipelines sowie Flüssigerdgasterminals importiert. Die Füllstände in diesen Speichern sind wichtig, um kalte Wintermonate sicher zu überstehen. Flüssigerdgas (LNG) kommt per Schiff und wird an Terminals in Gas umgewandelt. Die Gashändler sind für die Beschaffung und Lagerung zuständig. Die Bundesregierung gibt nur eingeschränkte Daten frei, weil viele Verträge privat sind. Die Versorgungssicherheit hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel Wetter, Verbrauch und internationalen Lieferungen. Eine stabile Gasversorgung ist wichtig für Heizung, Industrie und Stromerzeugung in Deutschland.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.