SymbolbildBild: Globetrotter19 · CC BY-SA 4.0
Die Bundesregierung hat im Oktober 2026 auf eine Anfrage zur Versorgung von Kindern mit Kinderärzten in Deutschland geantwortet. Die Frage entstand nach Warnungen eines Kinderarztes aus Nordrhein-Westfalen vor möglichen Engpässen bei Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen durch neue gesetzliche Regelungen. Die Antwort zeigt, wie sich die neue Finanzregelung auf die pädiatrische Versorgung auswirkt.
Impfungen werden weiterhin außerhalb der sogenannten morbiditätsbedingten Gesamtvergütung bezahlt. Das bedeutet, sie bleiben von der neuen Deckelung der Ausgaben unberührt. Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern werden ab 2027 in einen gedeckelten Topf eingerechnet. Die Bundesregierung erwartet aber, dass die Mittel für diese Untersuchungen auch künftig ausreichen. Die Ausgaben für Vorsorge sind in den letzten Jahren nur leicht gestiegen.
Die Zahl der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland ist in den letzten fünf Jahren leicht gewachsen. Zum Ende 2025 waren etwa 8.600 Kinderärzte in Praxen tätig, rund sieben Prozent mehr als 2020. Es gibt regionale Unterschiede: In fünf von 410 Planungsbereichen ist die Versorgung unter dem Soll, in 16 droht eine Unterversorgung. Die meisten Praxen bleiben aber offen, und es gibt mehr Ärzte als Beendigungen der Tätigkeit.
In ländlichen Regionen sind längere Fahrten zum Kinderarzt möglich. Die Bundesregierung hat aber keine genauen Zahlen dazu. Sie verweist auf Richtwerte, die festlegen, wie weit man üblicherweise fahren muss. Die Kosten für Eltern sollen sich durch die neue Regelung nicht erhöhen. Ärzte dürfen keine zusätzlichen Kosten verlangen, wenn sie ihre Leistungen über die gesetzliche Krankenversicherung abrechnen.
Die Bundesregierung plant aktuell keine Rücknahme der neuen Finanzregelung für Vorsorgeuntersuchungen. Sie sieht die Versorgung als gesichert an und arbeitet weiter daran, die medizinische Versorgung in allen Regionen zu stärken und Praxisnachfolgen zu erleichtern.
Die Anfrage entstand, weil ein Kinderarzt vor möglichen Engpässen warnte, wenn Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen in eine gedeckelte Abrechnung fallen. Die Bundesregierung erklärt, dass Impfungen nicht betroffen sind und die Mittel für Vorsorgeuntersuchungen voraussichtlich ausreichen. Kinderärztinnen und -ärzte sind Fachärzte, die sich um die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen kümmern. Die Finanzierung ihrer Arbeit in Deutschland erfolgt durch gesetzliche Regeln, die festlegen, wie viel Geld für welche Leistungen bezahlt wird. Die Gesamtvergütung ist ein Topf mit begrenztem Geld für bestimmte Leistungen. Die Bundesregierung sorgt dafür, dass die Versorgung im Land möglichst gut funktioniert, auch in ländlichen Gegenden.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.